Beste SEO-Agentur finden: 7 Kriterien und ein ehrlicher Anbieter-Überblick

Sieben Kriterien, an denen du eine gute SEO-Agentur erkennst, inklusive der unbequemen: Reporting auf Umsatz, Account-Eigentum, Exit nach Vertragsende. Plus ein neutraler Anbieter-Überblick.

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Helles Thumbnail zum Thema SEO-Agentur-Auswahl: eine große Ziffer 7 mit dem Wort Criteria in Burgunderrot neben einer schwebenden Checklisten-Karte mit sieben abgehakten Prüfpunkten.

Wer die beste SEO-Agentur sucht, landet fast immer auf einer Liste, die eine SEO-Agentur geschrieben hat. Und in dieser Liste steht sie meistens auf Platz eins. Das ist kein Skandal, sondern die Logik des Formats: Wer für „beste SEO Agentur" ranken will, schreibt eine Rangliste, in der er selbst vorkommt. Für deine Entscheidung ist so eine Liste allerdings ungefähr so nützlich wie ein Restaurantführer, den der Koch verfasst hat.

Deshalb drehen wir das Format um. Zuerst sieben Kriterien, an denen sich jede SEO-Agentur messen lassen muss, inklusive der unbequemen Fragen, die in den meisten Vergleichen fehlen: Worauf wird berichtet, wem gehören die Accounts, wer macht die Arbeit wirklich und was passiert nach Vertragsende. Danach eine Entscheidungshilfe nach Ziel, Budget und Branche. Und am Ende ein Anbieter-Überblick mit vier deutschen Agenturen, deren Websites wir für diesen Artikel selbst gelesen haben, plus uns, damit du weißt, wo du beim Vergleichen anfängst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die eine beste SEO-Agentur gibt es nicht. Es gibt die, die zu deinem Ziel, deiner Branche und deinem Budget passt. Jede Rangliste, die etwas anderes behauptet, hat ein Interesse daran.
  • Sieben Kriterien trennen gute von durchschnittlichen Anbietern: Reporting auf Anfragen statt Rankings, keine Garantien, klare Besetzung, Eigentum an Accounts und Inhalten, sauberer Exit, Spezialisierung und KI-Sichtbarkeit.
  • Im deutschen Markt liegen laufende SEO-Betreuungen für kleine und mittlere Unternehmen laut Anbieterangaben grob zwischen 700 und 3.000 € pro Monat. Bei uns: Care 1.290 €, Growth 1.790 € plus 3.900 € Setup, Growth Max 3.390 € plus 4.900 € Setup.
  • Eine SEO-Agentur, die 2026 nicht misst, wie du in ChatGPT und Perplexity auftauchst, arbeitet mit halbem Bild. Das ersetzt kein klassisches SEO, gehört aber ins Reporting.
  • Wir sind einer von mehreren Anbietern, kein Sieger. Unser Profil: zwei Disziplinen, Web-Design und Entwicklung sowie SEO und GEO. Kein Performance-Marketing, kein Social, kein Print.

Gibt es überhaupt die eine beste SEO-Agentur?

Nein. Die beste SEO-Agentur ist immer die, die zu deinem Ziel, deiner Branche und deinem Budget passt. Ein Onlineshop mit 40.000 Produkten braucht Menschen, die Indexierungssteuerung, Filterseiten und Produktdaten beherrschen. Ein Maschinenbauer mit 30 Suchanfragen pro Monat und einem Auftragswert von 400.000 € braucht jemanden, der versteht, dass Traffic hier die falsche Kennzahl ist. Beide könnten dieselbe Agentur beauftragen und einer von beiden wäre unglücklich.

Das ist auch der Grund, warum ein seriöser SEO-Agentur-Vergleich nie mit einer Nummerierung anfängt. Wenn du „welche SEO-Agentur ist die beste" googelst, findest du Listen mit 6, 10 und 30 Anbietern, jede mit einer anderen Reihenfolge. Der Grund ist nicht schlechte Recherche, sondern dass es im SEO-Markt keine einheitliche, prüfbare Metrik gibt: keine Erfolgsquote, keinen TÜV. Es gibt Sichtbarkeitsindizes, die messen, wie gut eine Agentur ihre eigene Seite optimiert hat, und das sagt über deine Seite genau nichts.

Was dir stattdessen hilft: ein Maßstab, den du an jeden Anbieter anlegen kannst, bevor du das erste Gespräch führst. Die folgenden sieben Kriterien sind dieser Maßstab. Vier davon stehen in den meisten Vergleichen, drei nicht, weil sie unbequem sind.

Woran erkennst du eine starke SEO-Agentur?

Eine starke SEO-Agentur erkennst du nicht am Portfolio und nicht an der eigenen Google-Position, sondern an sieben Dingen, die du in einem einzigen Erstgespräch abfragen kannst. Nimm diese Liste mit ins Gespräch und stell die Fragen wörtlich. Die Qualität der Antworten sortiert den Markt schneller als jede Rangliste.

1. Das Reporting endet bei Anfragen und Umsatz, nicht bei Rankings

Rankings sind eine Zwischengröße. Sie sind nützlich für die Diagnose und nutzlos als Erfolgsversprechen. Eine Agentur, deren Monatsbericht aus einer Ranking-Tabelle und einem Sichtbarkeitsindex besteht, berichtet über ihre eigene Arbeit statt über dein Geschäft. Frag im Erstgespräch: Auf welche Kennzahl schauen wir in Monat sechs, und woher kommen die Daten?

Die brauchbare Antwort verbindet Suchdaten mit deinem Vertrieb: qualifizierte Anfragen aus organischer Suche, Anfragen pro Seitentyp, Abschlussquote, im Idealfall zugeordneter Umsatz aus dem CRM. Das setzt voraus, dass die Agentur fragt, wie bei dir ein Lead entsteht und was er wert ist. Kommt diese Frage im ersten Gespräch nicht, kommt sie nie.

Dazu gehört, dass jemand ehrlich sagt, was SEO in deinem Fall nicht leisten kann. Bei sehr kleinen Suchvolumen reichen manchmal eine Handvoll Seiten und eine saubere technische Basis, der Rest des Budgets ist im Vertrieb besser aufgehoben. Wie eine belastbare Zielsetzung aussieht, steht in unserem Leitfaden zur SEO-Strategie.

2. Keine Garantie-Versprechen, dafür eine ehrliche Prognose

Niemand kann Platz 1 bei Google garantieren, weil niemand das Ranking kontrolliert. Wer es trotzdem verspricht, hat entweder ein Keyword ausgesucht, das kein Mensch sucht, oder er rechnet damit, dass du das nicht prüfst. Beides ist ein Ausschlusskriterium, und es ist erstaunlich, wie viele Angebote im Mittelstand genau das enthalten.

Die brauchbare Alternative ist eine Prognose mit Spannen und Annahmen: Welche Keywords sind in 6, 12 und 18 Monaten realistisch erreichbar, welches Traffic-Potenzial hängt daran, welche Conversion-Rate unterstellen wir und was passiert, wenn die Annahmen nicht eintreten. Eine Agentur, die das aufschreibt, macht sich angreifbar. Genau deshalb ist es ein gutes Zeichen.

Zweites Warnsignal in dieselbe Richtung: ein Angebot, das vor jeder Analyse konkrete Ergebnisse nennt. Vor einem SEO-Audit weiß niemand, ob deine Seite ein technisches, ein inhaltliches oder ein Autoritätsproblem hat. Wer trotzdem ein fertiges Paket verkauft, verkauft ein Produkt, keine Lösung.

3. Du weißt, wer die Arbeit wirklich macht

Im Pitch sitzt der Gründer oder ein Senior Consultant. Im Projekt sitzt oft jemand anderes. Das ist an sich kein Problem, solange du es vorher weißt. Zum Problem wird es, wenn die strategische Arbeit an einen Junior und die Textproduktion an ein Sprachmodell ohne Fachprüfung geht, während du den Senior-Stundensatz zahlst.

Frag deshalb konkret: Wer arbeitet operativ an unserem Projekt, mit wie vielen Stunden pro Monat, und welche Leistungen werden extern eingekauft? Eingekaufte Leistungen sind völlig normal, gerade bei Linkaufbau, Übersetzung oder Entwicklung. Unnormal ist, wenn niemand sie benennen will. Lass dir außerdem sagen, wer dein fester Ansprechpartner ist und was passiert, wenn diese Person das Unternehmen verlässt.

Der zweite Teil der Frage betrifft KI. 2026 nutzt jede ernsthafte Agentur Sprachmodelle in Recherche und Textproduktion, wir auch. Die Frage ist nicht, ob KI im Spiel ist, sondern wer den fachlichen Faktencheck macht und wer unterschreibt. Ein Text über Werkstoffprüfung, den niemand mit Fachwissen gegengelesen hat, kostet dich in einer B2B-Nische mehr Vertrauen, als er an Traffic bringt.

4. Accounts, Inhalte und Links gehören dir

Das ist das Kriterium, das in Vergleichen fast nie auftaucht und im Ernstfall am meisten wehtut. Klär vor Vertragsschluss, auf wen die Google Search Console, das Analytics-Property, der Google-Business-Eintrag, die Domain und die Zugänge zu den SEO-Tools laufen. Die Antwort muss lauten: auf dein Unternehmen, die Agentur bekommt Zugriff als Nutzer.

Dasselbe gilt für die Inhalte: Texte, Bilder, Strukturdaten und Rechercheergebnisse gehören nach Zahlung dir, historische Daten aus Search Console und Analytics bleiben bei dir. Wer diese Frage als Misstrauen abtut, hat noch nie einen Agenturwechsel begleitet.

Der heikelste Punkt sind Backlinks. Wenn die Agentur Verlinkungen über eigene Netzwerke, Mietlinks oder monatlich bezahlte Platzierungen aufbaut, verschwinden diese Links, sobald du kündigst. Das ist kein Aufbau, das ist eine Miete. Frag deshalb, welcher Anteil der Links dauerhaft bestehen bleibt und wie er entstanden ist. Was nachhaltiger Aufbau bedeutet, steht in unserem Artikel zu Backlinks aufbauen.

5. Es ist geklärt, was nach Vertragsende passiert

SEO-Verträge laufen oft 12 Monate, manchmal 24. Das ist fachlich vertretbar, weil organische Sichtbarkeit Zeit braucht. Unvertretbar ist eine lange Laufzeit ohne definierten Ausstieg und ohne Übergabe. Frag vor der Unterschrift: Welche Kündigungsfrist gilt, gibt es ein Sonderkündigungsrecht bei verfehlten Meilensteinen, und was genau bekomme ich am letzten Tag ausgehändigt?

Eine saubere Antwort umfasst eine Übergabedokumentation: laufende und geplante Maßnahmen, offene Baustellen, Keyword-Set, Content-Plan, technische Eingriffe im Code, Tracking-Setup und die Zugänge. Ohne dieses Paket beginnt die Nachfolge-Agentur bei null und du zahlst die Einarbeitung zweimal.

Achte außerdem auf technische Abhängigkeiten. Wenn Ladezeit-Optimierungen, strukturierte Daten oder Weiterleitungen über ein Tool der Agentur laufen, das mit dem Vertrag endet, fällt ein Teil deiner Optimierung am Kündigungstag weg. Frag danach, bevor es relevant wird.

6. Spezialist statt Full-Service

Eine Agentur, die Ads, Social, Print, Messebau, Employer Branding und nebenbei SEO macht, hat für SEO in der Regel eine Person. Eine Agentur mit zwei Disziplinen hat dafür ein Team, eine gemeinsame Methodik und Leute, die sich gegenseitig korrigieren. Für dich macht das den Unterschied zwischen jemandem, der Maßnahmen abarbeitet, und jemandem, der eine Meinung dazu hat, welche Maßnahme in deinem Fall überhaupt sinnvoll ist.

Wir arbeiten deshalb in zwei Lanes: Web-Design und Entwicklung auf der einen Seite, SEO und GEO auf der anderen. Das ist kein Zufall, sondern die Kombination, in der sich die beiden Disziplinen gegenseitig brauchen. Eine perfekte Keyword-Struktur nützt wenig auf einer Seite, die drei Sekunden lädt und deren Templates keine sinnvollen Überschriften zulassen. Und die schnellste Seite bringt nichts, wenn niemand nach ihr sucht.

Jetzt die Gegenseite, ehrlich: Wenn du eine Kampagne brauchst, die Ads, Social, PR und Suchmaschinen gleichzeitig bespielt, wenn du Media-Buying auslagern willst oder eine Marke von Grund auf über mehrere Kanäle aufbaust, ist eine Full-Service-Agentur die bessere Wahl. Dann willst du einen Ansprechpartner für alles, und der Koordinationsgewinn ist real. Wir machen kein Performance-Marketing, kein Social-Media-Management und keinen Print. Wer das braucht, ist bei uns falsch, und das zu wissen spart beiden Seiten ein Quartal.

7. KI-Sichtbarkeit wird gemessen, nicht nur erwähnt

Eine SEO-Agentur, die 2026 nicht misst, wie du in ChatGPT und Perplexity auftauchst, arbeitet mit halbem Bild. Ein wachsender Teil der Recherche vor einer B2B-Anfrage passiert inzwischen in KI-Assistenten und in den KI-Übersichten von Google, und dort entscheidet nicht deine Position in einer Ergebnisliste, sondern ob dein Unternehmen als Quelle oder als Empfehlung genannt wird.

Das ist ausdrücklich kein Ersatz für klassisches SEO. Technische Zugänglichkeit, saubere Inhalte, klare Entitäten und externe Erwähnungen zahlen auf beides ein, und Google bleibt der wichtigste Kanal. Der Unterschied liegt in der Messung: Rankings misst du mit Rank-Trackern, KI-Sichtbarkeit mit einem festen Prompt-Set und Tools, die auswerten, wie oft und in welchem Zusammenhang deine Marke in Antworten vorkommt.

Frag also nicht „macht ihr auch GEO", sondern: Zeigt mir einen Report zur KI-Sichtbarkeit eines Kunden. Wenn stattdessen eine Folie mit dem Wort GEO kommt, ist das Thema Marketing und nicht Methode. Wie so eine Messung aufgebaut ist, beschreiben wir in KI-Sichtbarkeit messen, und was GEO von SEO unterscheidet, steht in SEO und GEO im Vergleich.

So findest du die richtige SEO-Agentur für dich

Die sieben Kriterien filtern die Anbieter, die grundsätzlich sauber arbeiten. Welcher davon zu dir passt, hängt an drei Fragen: Was ist dein Ziel, wie hoch ist dein Budget und in welcher Branche bist du unterwegs.

Nach Ziel

Willst du qualifizierte B2B-Anfragen, brauchst du jemanden, der mit kleinen Suchvolumen und langen Entscheidungswegen umgehen kann. Zwölf Suchanfragen im Monat können hier mehr wert sein als 12.000 im E-Commerce. Willst du Umsatz in einem Shop, brauchst du Erfahrung mit Kategorien, Filtern, Produktdaten und Indexierung. Willst du regional gefunden werden, ist Local SEO mit Google-Business-Profil und Standortseiten der Hebel, nicht ein bundesweiter Content-Plan. Und wenn ohnehin ein Relaunch ansteht, gehört SEO in den Bau und nicht danach, sonst startest du mit einem Rückschritt.

Nach Budget

Im deutschen Markt nennen Anbieter für die laufende Betreuung kleiner und mittlerer Unternehmen grob 700 bis 3.000 € pro Monat, größere Projekte und Enterprise-Betreuungen liegen deutlich darüber. Unter etwa 700 € pro Monat bekommst du realistisch keine Strategie, sondern ein paar Stunden Ausführung, und das reicht selten für Bewegung.

Unsere Zahlen, damit du sie einordnen kannst: SEO-Betreuung startet bei uns mit Care für 1.290 € pro Monat, Growth liegt bei 1.790 € pro Monat plus 3.900 € Setup, Growth Max bei 3.390 € pro Monat plus 4.900 € Setup. Wer erst einmal wissen will, wo er steht, bekommt über die SEO-Beratung ein Audit mit Roadmap ab 1.500 €. Was den Preis am Ende treibt, ist selten das Design, sondern Wettbewerb, Zustand der Seite und die Menge an Inhalten, die entstehen muss. Eine ausführliche Einordnung steht in Was kostet SEO.

Nach Branche

Branchenerfahrung zählt am meisten dort, wo Produkte erklärungsbedürftig, technisch oder reguliert sind. Eine SEO-Agentur für B2B muss mit deinem Produktmanagement und deinem Vertrieb auf Augenhöhe reden können, sonst entstehen Texte, die im Fachpublikum durchfallen. Sie muss nicht dein Fachgebiet beherrschen, aber sie muss wissen, wen sie im Haus fragen muss und welche Fragen im Kaufprozess wirklich auftauchen.

Prüf das im Erstgespräch: Lass dir zwei Referenzfälle zeigen, die deiner Situation ähneln, und frag nach Ausgangslage, Zeitraum, Maßnahmen und Ergebnis. Prozentwerte ohne Ausgangsbasis sind wertlos, eine Steigerung um 500 % kann auch von zwei auf zwölf Besucher gehen. Und wenn deine Website ohnehin nicht trägt, ist die Reihenfolge klar: erst eine belastbare Basis, wie sie unser Überblick zu B2B-Webdesign-Agenturen beschreibt, dann laufende Optimierung.

Anbieter-Überblick: SEO-Agenturen in Deutschland 2026

Die folgenden Anbieter decken unterschiedliche Profile ab, und wir haben ihre Websites am 9. September 2026 selbst gelesen. Alle Angaben stammen aus der jeweils eigenen Darstellung der Agentur. Das ist keine Rangliste, die Reihenfolge ist alphabetisch, Vollständigkeit ist nicht das Ziel. Ergebnisse, Preise oder Qualität von Wettbewerbern bewerten wir nicht, weil wir sie nicht kennen.

Bloofusion

Bloofusion sitzt in Emsdetten und Münster und beschreibt sich als Online-Marketing-Agentur mit über 20 Jahren Erfahrung. Das Leistungsspektrum umfasst laut eigener Seite SEO, SEA, Social-Media-Ads, Webanalyse und Conversion-Rate-Optimierung, dazu Workshops und Schulungen in allen diesen Bereichen sowie einen eigenen Menüpunkt „KI SEO (GEO)". Auffällig ist der Umfang der öffentlichen Wissensarbeit: Ratgeber, Webinar-Aufzeichnungen, ein Podcast namens Search Camp und eine eigene Konferenz.

Stark für Unternehmen, die neben der Umsetzung eigenes Wissen aufbauen wollen und Suchmaschinenmarketing über SEO und Ads hinweg aus einer Hand koordinieren möchten. Weniger passend, wenn du bewusst nur einen sehr schmalen, spezialisierten Ausschnitt einkaufen willst.

Claneo

Claneo sitzt in Berlin und bezeichnet sich auf der eigenen Startseite als SEO-Agentur mit 80 Expert:innen, spezialisiert auf internationales SEO und Content Marketing. Im Leistungsmenü stehen neben Suchmaschinenoptimierung auch GEO und LLMO, Content Creation, Digital PR, Offpage-SEO und Workshops. Die Branchenseiten adressieren unter anderem Enterprise und Konzerne, E-Commerce, Pharma, Automotive sowie SaaS und Software. Daneben betreibt die Agentur eine Academy, gibt ein Buch heraus und veranstaltet eine eigene Konferenz.

Stark für größere Unternehmen mit mehreren Märkten, komplexen internen Abstimmungen oder einem bestehenden Inhouse-Team, das spezialisierte Verstärkung braucht. Weniger passend für sehr kleine Projekte mit einem regionalen Zielmarkt.

Gerlach Media

Gerlach Media ist ein inhabergeführtes Unternehmen mit Sitz in Büchen und beschreibt den eigenen Schwerpunkt als SEO und GEO für Industrie und B2B mit erklärungsbedürftigen Leistungen. Die Branchenseiten nennen unter anderem Maschinenbau, Anlagenbau, Robotik und Automation, Medizintechnik, Messtechnik und Kunststofftechnik. Im Leistungsangebot stehen SEO-Strategie, SEO-Betreuung, GEO-Beratung und GEO-Betreuung, Wettbewerbsanalyse, Linkaufbau, Online-PR und ein eigenes AI-Visibility-Tool.

Stark für mittelständische Industrieunternehmen, die einen erfahrenen Ansprechpartner direkt sprechen wollen und deren Kaufprozesse über mehrere Entscheider laufen. Weniger passend für Unternehmen, die eine große internationale Struktur mit vielen Länderstandorten benötigen.

INSYNC

Wir sind eine Agentur mit zwei Disziplinen: Web-Design und Web-Entwicklung mit Next.js, Astro und Sanity, Webflow als Option, sowie SEO und GEO. Der Standort ist die Oberpfalz, das Team arbeitet international. In der SEO-Betreuung starten wir mit Care bei 1.290 € pro Monat, Growth liegt bei 1.790 € plus 3.900 € Setup, Growth Max bei 3.390 € plus 4.900 € Setup. Ein Audit mit Roadmap gibt es ab 1.500 €, KI-Sichtbarkeit messen wir für unsere Klienten und für uns selbst mit einem festen Prompt-Set, dazu gibt es die GEO-Agentur als eigene Leistung.

Stark, wenn Website und Sichtbarkeit zusammen gedacht werden sollen, wenn die bestehende Seite technisch oder strukturell im Weg steht und wenn du im B2B erklärungsbedürftige Leistungen verkaufst. Als Beleg, dass die Kombination trägt: Für Silencio haben wir die Seite vor der Seed-Runde neu gebaut, sie brachte über 200.000 Besucher, die Details stehen im Beitrag zur Silencio-Funding-Runde.

Weniger passend, wenn du Performance-Marketing, Social-Media-Management, Print oder Messebau brauchst. Das machen wir nicht und vermitteln in solchen Fällen lieber weiter.

Seokratie

Seokratie sitzt in München und ist nach eigenen Angaben seit 2008 am Markt. Die Startseite führt aktuell die Überschrift „SEO & GEO für B2B und Industrie". Im Leistungsmenü stehen SEO, GEO, SEA und Content-Marketing, dazu KI-Beratung für die einzelnen Kanäle, Video- und YouTube-Marketing sowie Social-Media-Ads. Auffällig ist auch hier die Wissensarbeit: Blog, SEO-Kurs, Google-Ads-Kurs, Webinare und ein Fachbuch.

Stark für Unternehmen, die organische Sichtbarkeit mit Content-Marketing und bezahlten Kanälen verbinden wollen und einen etablierten Anbieter mit langer Historie suchen. Weniger passend, wenn du ausschließlich eine schmale, technisch fokussierte Beratung ohne Content-Produktion einkaufen willst.

SEO-Agenturen im Vergleich: Fokus, Standort und Budget-Orientierung

AnbieterFokus laut eigener WebsiteStandortBudget-Orientierung
BloofusionSEO, SEA, Social Ads, Webanalyse, CRO, SchulungenEmsdetten, Münsterauf Anfrage
ClaneoInternationales SEO, Content Marketing, GEO und LLMO, Digital PRBerlinauf Anfrage
Gerlach MediaSEO und GEO für Industrie und B2B, Linkaufbau, Online-PRBüchenauf Anfrage
INSYNCWeb-Design und Entwicklung sowie SEO und GEO, kein Ads, kein SocialOberpfalz, Team internationalRetainer 1.290 bis 3.390 €/Monat, Audit ab 1.500 €
SeokratieSEO, GEO, SEA, Content-Marketing, KI-BeratungMünchenauf Anfrage
1

Ziel und Kennzahl festlegen

Bevor du Angebote einholst: Was soll die Suche liefern, Anfragen, Shop-Umsatz oder regionale Sichtbarkeit? Und an welcher Zahl misst du das in Monat sechs?

2

Ausgangslage prüfen lassen

Ein Audit zeigt, ob dein Problem technisch, inhaltlich oder bei der Autorität liegt. Ohne diesen Befund kauft jeder Retainer eine Vermutung.

3

Drei bis vier Anbieter ansprechen

Wähler nach Profil, nicht nach Position in einer Liste. Ein Spezialist, ein Full-Service-Anbieter und einer aus deiner Branche geben dir den besten Vergleich.

4

Die sieben Kriterien abfragen

Reporting, Garantien, Besetzung, Account-Eigentum, Exit, Spezialisierung, KI-Sichtbarkeit. Notier die Antworten, sie unterscheiden sich stärker als die Preise.

5

Angebote inhaltlich vergleichen

Nicht Monatspreis gegen Monatspreis, sondern Leistung, Stunden, Zuständigkeiten, Laufzeit und Kündigung. Zwei gleich teure Angebote können sich um den Faktor drei im Umfang unterscheiden.

6

Klein starten, dann ausbauen

Ein Audit mit Roadmap oder ein erstes Quartal zeigt dir die Zusammenarbeit, bevor du dich zwölf Monate bindest.

Häufige Fragen

Es gibt keine pauschal beste SEO-Agentur, weil es im Markt keine einheitliche, prüfbare Metrik gibt. Die beste Agentur für dich ist die, deren Spezialisierung zu deinem Ziel, deiner Branche und deinem Budget passt. Verlässlicher als jede Rangliste ist ein Kriterienkatalog: Reporting auf Anfragen statt Rankings, keine Ranking-Garantien, klare Besetzung, Account-Eigentum bei dir, geregelter Exit, Spezialisierung und messbare KI-Sichtbarkeit.

Im deutschen Markt nennen Anbieter für die laufende Betreuung kleiner und mittlerer Unternehmen grob 700 bis 3.000 € pro Monat, größere und internationale Projekte liegen darüber. Bei uns startet die Betreuung mit Care bei 1.290 € pro Monat, Growth kostet 1.790 € plus 3.900 € Setup, Growth Max 3.390 € plus 4.900 € Setup. Ein Audit mit Roadmap gibt es ab 1.500 €.

An vier Signalen: garantierte Platzierungen bei Google, konkrete Ergebnisversprechen vor jeder Analyse, Accounts und Tools, die auf die Agentur statt auf dich laufen, und Backlinks, die monatlich gemietet statt aufgebaut werden. Dazu kommen lange Laufzeiten ohne definierte Übergabe und Reportings, aus denen keine Handlungsempfehlung hervorgeht.

Das hängt an deinem Kanal-Mix. Wenn Suche und Website die Hauptkanäle sind, liefert ein Spezialist mehr Tiefe, weil dort ein Team statt einer einzelnen Person am Thema sitzt. Wenn du gleichzeitig Ads, Social, PR und Print bespielst und Koordination aus einer Hand brauchst, ist eine Full-Service-Agentur die bessere Wahl. Wir selbst machen nur Web-Design und Entwicklung sowie SEO und GEO.

Eine gute SEO-Agentur für B2B versteht kleine Suchvolumen, mehrere Entscheider und lange Vertriebszyklen. Sie misst Anfragen und Pipeline statt Traffic, kann mit Produktmanagement und Vertrieb fachlich reden und produziert Inhalte, die vor einem Fachpublikum bestehen. Ein reiner E-Commerce-Fokus reicht dafür meist nicht, weil dort andere Hebel zählen.

Erste Bewegungen bei technischen Korrekturen und bestehenden Seiten sind oft nach vier bis acht Wochen sichtbar. Neue Inhalte in einem umkämpften Markt brauchen meist sechs bis zwölf Monate, bis sie stabil ranken und Anfragen bringen. Wer nach drei Monaten kündigt, sieht in der Regel nur die Kosten und nicht das Ergebnis. Plan deshalb mit mindestens zwölf Monaten.

Sie sollte KI-Sichtbarkeit zumindest messen können. Ein wachsender Teil der Recherche läuft über ChatGPT, Perplexity und KI-Übersichten, und dort entscheidet die Nennung als Quelle, nicht die Position in einer Liste. GEO ersetzt SEO nicht, technische Basis, Inhalte und externe Erwähnungen zahlen auf beides ein. Lass dir einen echten Report zeigen, nicht nur eine Folie mit dem Begriff.

Ja, wenn die Grundlagen bei dir liegen. Search Console, Analytics, Domain und Google-Business-Profil müssen auf dein Unternehmen laufen, Inhalte und Rechercheergebnisse müssen dir gehören, und es muss eine Übergabedokumentation geben. Riskant wird es nur bei gemieteten Backlinks und bei Optimierungen, die über ein Tool der alten Agentur laufen. Beides klärst du besser vor dem ersten Vertrag als beim Wechsel.

20-Minuten Gespräch, ohne Verkaufsdruck. Ihr beschreibt, was ihr vorhabt und wir sagen, ob und wie wir helfen können.

Max Herzer

Max Herzer

Consultant & Business Development