SEO-Audit: Was geprüft wird, Ablauf und Kosten
Was ein SEO-Audit wirklich prüft, wie er abläuft, welche Tools dahinterstecken, was er kostet und die Checkliste zum Selbermachen. Inklusive KI-Lesbarkeit, die 2026 dazugehört.

Ein SEO-Audit ist die systematische Bestandsaufnahme deiner Website: Technik, Inhalte, Autorität und seit 2026 auch die Frage, ob KI-Systeme deine Seite überhaupt lesen und zitieren können. Am Ende steht kein Fehlerbericht, sondern eine priorisierte Liste, was zuerst passieren muss und warum.
Die meisten Unternehmen wissen, dass ihre Website schlecht rankt. Sie wissen nur nicht, woran es liegt. Genau diese Lücke schließt ein Audit. Dieser Artikel zeigt dir, was ein gutes Audit prüft, wie es abläuft, welche Tools wir nutzen, was es im Markt und bei uns kostet und mit welcher Checkliste du einen ersten Check selbst machst.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein SEO-Audit prüft fünf Bereiche: Technik, On-Page, Content, Autorität (Backlinks) und seit 2026 die KI-Lesbarkeit deiner Seite.
- Ergebnis ist eine priorisierte Roadmap, keine 80-seitige Fehlerliste. Wer nur einen Tool-Export bekommt, hat kein Audit bekommen.
- Marktpreise laut Ahrefs (2026): 1.000 bis 5.000 Euro je nach Größe. Bei uns: Audit plus Roadmap ab 1.500 Euro.
- Ein Audit dauert 5 bis 10 Werktage. Technische Fixes wirken nach 4 bis 8 Wochen, Content und Autorität nach 3 bis 6 Monaten.
- Sinnvoll vor jedem Relaunch, nach einem Traffic-Einbruch oder wenn du seit 6 Monaten SEO-Budget ausgibst, ohne Bewegung zu sehen.
Was ist ein SEO-Audit?
Ein SEO-Audit ist eine vollständige Analyse deiner Website mit dem Ziel, die Ursachen für fehlende Sichtbarkeit zu finden und daraus konkrete, priorisierte Maßnahmen abzuleiten. Es beantwortet drei Fragen: Kann Google deine Seiten finden und verstehen? Sind die Inhalte die richtigen für die Suchanfragen deiner Kunden? Und traut Google dir genug, um dich vor die Konkurrenz zu setzen?
Der Unterschied zu einer schnellen Beratung: Ein Audit arbeitet ohne Vorannahmen. Erst die Bestandsaufnahme, dann die Empfehlung. Und der Unterschied zu einem Tool-Report: Ein Tool sagt dir, dass 340 Bilder keinen Alt-Text haben. Ein Audit sagt dir, dass das egal ist, solange deine wichtigste Leistungsseite auf noindex steht.
Genau diese Einordnung ist der Wert. Wir sehen regelmäßig Audits von Wettbewerbern, die 60 Seiten lang sind und trotzdem keine Antwort auf die Frage geben, was zuerst zu tun ist.
Was wird bei einem SEO-Audit geprüft?
Ein vollständiges SEO-Audit deckt fünf Bereiche ab: Technik, On-Page, Content, Autorität und KI-Lesbarkeit. Die ersten vier sind Standard, der fünfte fehlt 2026 noch in den meisten Audits, obwohl ein wachsender Teil der Recherche in ChatGPT, Perplexity und Google AI Mode passiert.
Technik: Kann Google deine Seite crawlen?
Der technische Teil prüft, ob Google alle relevanten Seiten findet, indexiert und schnell laden kann. Dazu gehören Crawling und Indexierung (robots.txt, Sitemap, noindex-Fehler, Weiterleitungsketten), Core Web Vitals und Ladezeit, Mobile-Darstellung, HTTPS, Canonical-Tags, Duplicate Content und strukturierte Daten. Klingt trocken, ist aber der Bereich mit den schnellsten Effekten: Ein falsch gesetztes noindex oder eine 5-Sekunden-Ladezeit blockieren alles andere. Mehr dazu im Artikel zu technischem SEO.
On-Page: Sind Titel, Struktur und Verlinkung sauber?
Hier geht es um jede einzelne Seite: Title-Tags und Meta-Descriptions (einzigartig, mit Keyword, in der richtigen Länge), Überschriften-Hierarchie, interne Verlinkung, Bilder und URL-Struktur. Typische Funde: 40 Seiten mit identischem Title, wichtige Seiten ohne einen einzigen internen Link, H1 ohne Keyword. Alles Dinge, die sich in wenigen Tagen beheben lassen und trotzdem Rankings bewegen. Die Details stehen im Artikel zu On-Page-SEO.
Content: Bedienst du die richtigen Suchanfragen?
Der Content-Teil vergleicht deine Inhalte mit dem, was deine Zielgruppe tatsächlich sucht. Geprüft werden Keyword-Abdeckung und Kannibalisierung (zwei Seiten kämpfen um dasselbe Keyword), Suchintention (informational vs. kommerziell), dünne oder veraltete Seiten und Content-Lücken gegenüber Wettbewerbern. Hier steckt meist der größte Hebel für B2B-Seiten: Die Leistungsseiten sind da, aber die Fragen, die Kunden vor dem Kauf stellen, beantwortet niemand.
Autorität: Wer verlinkt auf dich?
Das Backlink-Profil zeigt, wie viele Domains auf dich verweisen, wie relevant sie sind und ob toxische Links dabei sind. Dazu der Wettbewerbsvergleich: Welche Quellen verlinken auf drei Konkurrenten, aber nicht auf dich? Das ist die Liste, mit der Linkaufbau später anfängt. Wie du danach vorgehst, liest du unter Backlinks aufbauen.
KI-Lesbarkeit: Können ChatGPT und Co. dich zitieren?
Der neue fünfte Bereich prüft, ob KI-Systeme deine Inhalte abrufen, verstehen und als Quelle nennen können. Konkret: Blockiert deine robots.txt GPTBot, ClaudeBot oder PerplexityBot? Sind Inhalte in klaren Frage-Antwort-Strukturen aufgebaut? Gibt es strukturierte Daten, eine llms.txt, direkte Antworten im ersten Absatz? Und: Wirst du in KI-Antworten zu deinen Kernthemen überhaupt genannt, oder nur deine Wettbewerber? Wir prüfen das in jedem Audit mit, weil es Sichtbarkeit ist, die kein Ranking-Tool anzeigt.
Wie läuft ein SEO-Audit ab?
Ein SEO-Audit läuft in vier Phasen ab und dauert bei uns 5 bis 10 Werktage: Briefing, Analyse, Bericht, Präsentation. Du brauchst dafür vor allem eines: Lesezugriff auf die Google Search Console. Alles andere holen wir uns aus Tools und dem Crawl.
Briefing. Ziele, Wettbewerber, bisherige Maßnahmen, Zugänge (Search Console, Analytics, CMS-Einblick). Ein Termin, 45 Minuten.
Analyse. Crawl der gesamten Website, Auswertung der Search-Console-Daten der letzten 16 Monate, Backlink-Profil, Wettbewerbsvergleich, manuelle Prüfung der wichtigsten 20 bis 30 Seiten, KI-Nennungs-Check. Das ist der Teil, den kein Tool allein macht, weil Tools Symptome zählen und keine Ursachen erkennen.
Bericht. Jeder Befund mit Erklärung, Auswirkung und konkreter Maßnahme. Priorisiert nach Hebel und Aufwand: Was blockiert, was bringt schnell etwas, was ist Kür. Bei uns endet das in einer Roadmap für die nächsten 6 Monate.
Präsentation. Ein Call, in dem wir die Befunde durchgehen und Rückfragen klären. Ein Audit ohne Erläuterung ist die Hälfte wert.
Welche Tools braucht ein SEO-Audit?
Ein professionelles Audit kombiniert vier bis fünf Tools, weil kein einzelnes alle Bereiche abdeckt. Google Search Console und PageSpeed Insights sind kostenlos und liefern die echten Google-Daten. Screaming Frog crawlt die Website wie ein Suchmaschinen-Bot (kostenlos bis 500 URLs). Ahrefs oder Semrush liefern Keywords, Backlinks und den Wettbewerbsvergleich, ab rund 100 Euro im Monat.
Für die KI-Lesbarkeit kommt Ahrefs Brand Radar dazu, das Nennungen in ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews trackt, plus manuelle Stichproben in den KI-Systemen selbst. Wir arbeiten intern mit Ahrefs als Kern und eigenen Skripten für die Punkte, die kein Tool sauber prüft, etwa Rendering-Probleme bei JavaScript-Seiten oder die Konsistenz von strukturierten Daten.
Wichtig: Das Tool macht nicht das Audit. Ein Screaming-Frog-Export mit 2.000 Zeilen ist Rohmaterial. Das Audit ist die Entscheidung, welche 12 davon zählen.
Was kostet ein SEO-Audit?
Ein professionelles SEO-Audit kostet im deutschen Markt 1.000 bis 5.000 Euro, laut Ahrefs-Marktübersicht (Juli 2026). Kleine Websites bis 30 Seiten liegen bei Anbietern wie SEO-Freelancern oft bei 400 bis 900 Euro, mittlere Websites bis 150 Seiten bei 800 bis 2.000 Euro, große oder technisch komplexe Setups bei 2.000 bis 5.000 Euro und mehr.
Bei uns kostet ein SEO-Audit inklusive Roadmap ab 1.500 Euro. Enthalten sind alle fünf Prüfbereiche, die manuelle Prüfung der wichtigsten Seiten, der Wettbewerbsvergleich, die priorisierte 6-Monats-Roadmap und der Präsentations-Call. Wer nach dem Audit mit uns in die Umsetzung geht, bekommt das Audit auf das Setup der SEO-Betreuung angerechnet.
Vorsicht bei Audits unter 300 Euro oder „kostenlosen SEO-Checks". Das sind in fast allen Fällen automatisierte Tool-Reports mit neuem Deckblatt: eine Fehlerliste, aber kein Befund und keine Priorisierung. Sie sind nicht wertlos, aber sie beantworten nicht die Frage, warum du nicht rankst. Wer stattdessen ein echtes Audit einkaufen will, findet die Auswahlkriterien und einen Anbieter-Überblick in beste SEO-Agentur, inklusive der Frage, was nach Vertragsende mit deinen Accounts passiert.
Indexierung prüfen
Gib „site:deine-domain.de" bei Google ein und vergleiche die Zahl mit deiner Seitenzahl. Prüfe in der Search Console unter „Seiten", welche URLs ausgeschlossen sind und warum.
Ladezeit und Core Web Vitals messen
PageSpeed Insights für Startseite und die drei wichtigsten Leistungsseiten. Mobile-Werte zählen. Alles unter 50 Punkten ist ein Blocker.
Title und Meta-Description checken
Screaming Frog crawlen lassen, nach doppelten und fehlenden Titles filtern. Jede wichtige Seite braucht einen einzigartigen Title mit Keyword vorne.
Rankings mit Zielen abgleichen
Search Console, Leistung, letzte 3 Monate: Für welche Suchanfragen wirst du angezeigt? Fehlen deine wichtigsten Leistungs-Keywords komplett, hast du ein Content-Problem, kein Technik-Problem.
Interne Verlinkung prüfen
Hat jede Leistungsseite mindestens 3 interne Links aus Fließtext? Seiten, die nur im Footer verlinkt sind, wertet Google als unwichtig.
Backlinks mit Wettbewerbern vergleichen
Ahrefs oder Semrush: Anzahl verweisender Domains bei dir vs. drei Wettbewerbern. Liegst du bei einem Zehntel, erklärt das die Ranking-Lücke oft allein.
KI-Zugang und KI-Nennungen prüfen
robots.txt auf GPTBot, ClaudeBot, PerplexityBot prüfen. Dann fünf typische Kundenfragen in ChatGPT und Perplexity stellen: Wirst du genannt? Wer wird stattdessen genannt?
Wann lohnt sich ein SEO-Audit?
Ein SEO-Audit lohnt sich in vier Situationen: vor einem Relaunch, nach einem Traffic-Einbruch, bei stagnierendem SEO-Budget und bei der Übernahme einer Website, deren Historie du nicht kennst.
Vor dem Relaunch ist es Pflicht. Wer die alte Seite nicht kennt, kann die Rankings nicht in die neue mitnehmen. Wir haben Relaunches gesehen, bei denen 70 Prozent des organischen Traffics verloren gingen, weil niemand vorher geprüft hat, welche 15 URLs den Traffic bringen. Nach einem Einbruch ist das Audit die Diagnose: Google-Update, technischer Fehler oder Wettbewerber, der überholt hat.
Und wenn du seit 6 Monaten SEO-Budget ausgibst und nichts passiert, sagt dir ein unabhängiges Audit, ob das Problem bei der Umsetzung, der Strategie oder dem Markt liegt. Für ganz neue Websites ist ein vollständiges Audit dagegen zu früh: Ohne Search-Console-Daten fehlt die Basis. Hier ist eine SEO-Beratung bei der Konzeption sinnvoller, und der Audit kommt 4 bis 6 Monate nach Launch. Wie aus den Audit-Ergebnissen dann eine SEO-Strategie mit Roadmap wird, beschreiben wir in sieben Schritten.
Häufige Fragen
Ein SEO-Audit ist die systematische Analyse einer Website auf technische Fehler, inhaltliche Schwächen, fehlende Autorität und seit 2026 auf KI-Lesbarkeit. Ziel ist eine priorisierte Liste konkreter Maßnahmen, die das organische Ranking verbessern. Es ist der erste Schritt vor jeder ernsthaften Optimierung, kein Ersatz dafür.
Ein professionelles SEO-Audit kostet im deutschen Markt 1.000 bis 5.000 Euro, je nach Größe und Komplexität der Website. Kleine Websites bis 30 Seiten gibt es ab 400 Euro, große Shops liegen bei 5.000 Euro und mehr. Bei uns kostet ein Audit inklusive 6-Monats-Roadmap ab 1.500 Euro.
Ein SEO-Audit dauert 5 bis 10 Werktage, bei sehr großen Websites bis zu drei Wochen. Der Crawl selbst ist in Stunden erledigt, die Zeit steckt in der manuellen Prüfung, dem Wettbewerbsvergleich und der Priorisierung. Erste Effekte technischer Fixes siehst du 4 bis 8 Wochen nach Umsetzung.
Einen Basis-Check ja: Search Console, PageSpeed Insights und Screaming Frog (kostenlos bis 500 URLs) reichen für Indexierung, Ladezeit und Title-Fehler. Was du selbst schwer bekommst, ist die Einordnung: Welcher der 200 Fehler blockiert wirklich, und wie steht deine Seite gegen die drei Wettbewerber, die vor dir ranken.
Mindestens Lesezugriff auf die Google Search Console. Hilfreich sind Google Analytics und ein Blick ins CMS für technische Checks. Kein seriöser Anbieter braucht Admin-Passwörter oder Zugang zu sensiblen Systemen für ein Audit.
Das Audit ist die einmalige Bestandsaufnahme mit Maßnahmenplan. Die Betreuung ist die laufende Umsetzung, Messung und Anpassung im Monatsmodell. Das Audit sagt, was zu tun ist, die Betreuung tut es. Bei uns ist das Audit deshalb der typische Einstieg in die Betreuung und wird auf das Setup angerechnet.
Ein vollständiges Audit alle 12 bis 18 Monate, dazu ein technischer Kurz-Check nach jedem größeren Website-Update. Wer in laufender Betreuung ist, braucht kein separates Audit, weil Technik, Rankings und KI-Nennungen dort monatlich überwacht werden.
Technisches SEO
Crawling, Indexierung, Ladezeit: das Fundament.
On-Page-SEO
Title, Struktur und Verlinkung pro Seite.
SEO-Beratung
Audit plus Roadmap ab 1.500 Euro, Workshop ab 1.200 Euro.
WordPress zu Next.js migrieren
Ablauf in sechs Phasen, Kosten und wie die Rankings dabei halten.
301-Weiterleitungen richtig setzen
Statuscodes, Redirect-Map und die Fehler, die Rankings kosten.







