Was ist eine Landingpage? Definition, Aufbau, Beispiele

Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit genau einem Ziel: eine Conversion. Was eine Landingpage ist, wie sie sich von Homepage und Website unterscheidet, woraus eine gute besteht und wann sie sich lohnt.

Veröffentlicht: 04.07.20268 Min. Lesezeit
Helles Thumbnail zum Thema Landingpage: eine einzelne Seite mit hervorgehobenem Call-to-Action-Button und Funnel-Pfeilen, die auf ein Ziel zulaufen.

Landingpage, Homepage, Startseite, Website. Diese Begriffe werden ständig durcheinandergeworfen, meinen aber nicht dasselbe. Eine Landingpage ist etwas sehr Konkretes: eine Seite, die auf ein einziges Ziel gebaut ist und alles andere weglässt.

Dieser Artikel erklärt kurz und definitiv, was eine Landingpage ist, wie sie sich von Homepage und Website unterscheidet, woraus eine gute Landingpage besteht, wann sie sich lohnt und welche Fehler die Conversion killen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit genau einem Ziel: eine bestimmte Conversion, etwa eine Anfrage, ein Kauf oder eine Anmeldung.
  • Nutzer landen dort gezielt über eine Anzeige, eine Kampagne oder ein Suchergebnis, nicht über das Hauptmenü der Website.
  • Der Unterschied zur Homepage: Die Homepage verteilt Besucher in alle Richtungen, die Landingpage führt sie in genau eine.
  • Eine gute Landingpage hat ein klares Nutzenversprechen, Social Proof, einen starken Call-to-Action und kein ablenkendes Menü.
  • Landingpages lohnen sich vor allem für bezahlte Anzeigen, Produkt-Launches und Lead-Generierung, wo jeder Klick ein konkretes Ziel hat.

Was ist eine Landingpage?

Eine Landingpage ist eine einzelne Webseite, die auf genau ein Ziel ausgerichtet ist: eine Conversion. Nutzer landen dort gezielt, meist über eine Werbeanzeige, eine E-Mail-Kampagne, einen Social-Media-Post oder ein organisches Suchergebnis. Der Name kommt daher, dass der Besucher genau hier ankommt, also landet.

Der entscheidende Unterschied zu jeder anderen Seite: Eine Landingpage hat nur eine Aufgabe. Sie will den Besucher zu einer einzigen, vorab definierten Handlung bewegen. Das kann ein Kauf sein, eine Anfrage, eine Newsletter-Anmeldung, ein Download oder eine Terminbuchung. Alles auf der Seite arbeitet auf dieses eine Ziel hin. Deshalb fehlt einer klassischen Landingpage oft sogar das Navigationsmenü, damit nichts vom Ziel ablenkt.

Kurz: Eine Website informiert breit. Eine Landingpage konvertiert fokussiert.

Landingpage vs. Homepage vs. Website

Diese drei Begriffe werden am häufigsten verwechselt. Der Unterschied ist wichtig, weil er bestimmt, wie du die Seite baust. Eine Website ist der gesamte Internetauftritt, also alle Seiten unter einer Domain. Die Homepage ist die Startseite dieser Website, die erste Seite, auf die Besucher über die Hauptadresse kommen. Sie zeigt das ganze Angebot und verteilt Besucher weiter. Die Landingpage ist eine einzelne Zielseite mit nur einem Fokus.

Landingpage, Homepage und Website im Vergleich

KriteriumHomepageLandingpage
ZielÜberblick geben, Besucher verteilenEine konkrete Conversion
Anzahl ZieleVieleGenau eins
NavigationVolles MenüMeist reduziert oder keine
Traffic-QuelleDirektaufruf, Marke, organischAnzeigen, Kampagnen, gezielte Suche
InhaltBreites AngebotEin Angebot, ein Argument

Woraus eine gute Landingpage besteht

Der genaue Aufbau hängt von Ziel und Angebot ab, aber gute Landingpages folgen einem klaren Muster. Diese Elemente gehören auf fast jede:

1

Klare Headline mit Nutzenversprechen

Der Besucher muss in Sekunden verstehen, was er hier bekommt und warum. Die Headline benennt den konkreten Nutzen, keine Floskeln.

2

Ein klares Ziel

Die ganze Seite arbeitet auf eine einzige Handlung hin. Kein zweites, konkurrierendes Angebot, das den Fokus verwässert.

3

Social Proof

Kundenstimmen, Logos, Bewertungen oder Zahlen. Vertrauen entsteht durch Belege, nicht durch Behauptungen.

4

Ein starker Call-to-Action

Ein gut sichtbarer Button mit klarer Handlungsaufforderung. Der CTA sagt genau, was als Nächstes passiert.

5

Kein ablenkendes Menü

Weniger Ausgänge bedeuten mehr Conversions. Alles, was vom Ziel wegführt, gehört im Zweifel weg.

Wann sich eine Landingpage lohnt

Nicht jede Seite braucht eine Landingpage, aber in vier Situationen ist sie klar überlegen.

Bezahlte Anzeigen. Wer für Klicks zahlt, will keine Streuung. Eine Anzeige für ein Produkt gehört auf eine Seite, die genau dieses Produkt bewirbt, nicht auf die Homepage. So passen Anzeige und Zielseite zusammen und die Conversion steigt.

Produkt- oder Kampagnen-Launch. Ein neues Angebot verdient eine eigene Bühne, ohne Ablenkung durch den Rest des Angebots.

Lead-Generierung. Wenn das Ziel Kontaktdaten sind, etwa für ein Whitepaper oder eine Demo, führt eine fokussierte Seite mit einem Formular deutlich zuverlässiger zum Ziel als eine allgemeine Seite.

Gezielte Kampagnen. E-Mail, Social Media oder Print mit QR-Code. Jede Kampagne mit einem klaren Versprechen braucht eine Zielseite, die genau dieses Versprechen einlöst.

Typische Fehler

Die meisten schwachen Landingpages scheitern an denselben Punkten. Wer diese vermeidet, ist schon weiter als die Mehrheit.

Mehrere Ziele. Sobald eine Seite mehrere Dinge gleichzeitig will, entscheidet sich der Besucher für keins. Ein Ziel pro Seite, nicht drei.

Zu viel Text. Lange Erklärungen bremsen. Eine Landingpage zeigt das Wichtigste zuerst und knapp, den Rest bei Bedarf darunter.

Schwacher Call-to-Action. Ein versteckter oder vager Button verschenkt Conversions. Der CTA muss auffallen und klar benennen, was passiert.

Langsame Ladezeit. Jede Sekunde Ladezeit kostet Besucher, besonders auf dem Smartphone. Eine langsame Landingpage verliert Nutzer, bevor sie überhaupt etwas gelesen haben.

Ablenkung. Volles Menü, viele Links, konkurrierende Angebote. Alles, was vom einen Ziel wegführt, senkt die Conversion.

Was eine Landingpage kostet und wer sie baut

Die Kosten hängen stark vom Umfang ab, von einer einfachen Ein-Ziel-Seite bis zur aufwendig gestalteten Kampagnen-Landingpage mit eigenem Design, Copy und Tracking. Wir gehen darauf im Detail im Artikel Was kostet eine B2B-Website ein.

Wichtiger als der reine Preis ist, dass die Seite auf Conversion gebaut ist und nicht nur hübsch aussieht. Wenn du eine Landingpage erstellen lassen willst, die auf ein klares Ziel einzahlt, oder allgemein professionelles Webdesign brauchst, sprich uns an.

Häufige Fragen

Die Homepage ist die Startseite deiner gesamten Website und verteilt Besucher in alle Bereiche des Angebots. Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit nur einem Ziel und führt den Besucher gezielt zu einer einzigen Handlung. Die Homepage öffnet Türen, die Landingpage führt durch genau eine.

Landingpage heißt wörtlich Zielseite oder Landeseite. Gemeint ist eine Seite, auf der ein Besucher nach einem Klick auf eine Anzeige, einen Link oder ein Suchergebnis landet und die auf genau eine Handlung ausgerichtet ist.

Das hängt stark von Umfang, Design, Copy und Technik ab, von einer einfachen Seite bis zur voll gestalteten Kampagnen-Landingpage. Eine belastbare Einordnung geben wir im Artikel zu den Kosten einer B2B-Website. Entscheidend ist, dass die Seite auf Conversion gebaut ist.

Ein Ziel, ein Call-to-Action. Du kannst denselben CTA mehrfach auf der Seite wiederholen, damit er immer griffbereit ist. Aber es sollte nur eine Handlung sein, zu der du auffordern willst. Mehrere konkurrierende CTAs verwässern den Fokus und senken die Conversion.

In der Regel ja. Eine Kampagne macht ein konkretes Versprechen, und die Zielseite sollte genau dieses Versprechen einlösen. Wer Anzeigen auf die allgemeine Homepage lenkt, verschenkt Conversions, weil Anzeige und Seite nicht zusammenpassen. Eine passende Landingpage pro Kampagne holt deutlich mehr heraus.

Meist nicht. Eine klassische Conversion-Landingpage verzichtet bewusst auf das volle Menü, damit der Besucher nicht wegklickt. Weniger Ausgänge bedeuten mehr Conversions. Bei Landingpages, die auch organisch ranken sollen, kann eine reduzierte Navigation sinnvoll sein.

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Max Herzer

Max Herzer

Consultant & Business Development