Industrie-Website: Die besten Agenturen für Maschinenbau und Mittelstand

Sechs Agenturen für Industrie-Websites in klarer Reihenfolge: INSYNC, NEW.EGO, wob, zuk., Moby Digg und Schindler Parent, mit Fit pro Projekttyp und Preisen.

AktualisiertLesezeit9 Minuten
Zahnrad und Maschinenteil aus mattem Glas mit stahlblauem Kantenlicht, Symbol für Industrie-Websites

Ein Einkäufer, der 2026 einen neuen Lieferanten für Linearführungen sucht, fragt zuerst ChatGPT oder Perplexity und öffnet danach drei, vier Websites. Wer dort keinen Produktfinder, keine technischen Daten und keine Ansprechperson für seine Region findet, fliegt raus, bevor der Vertrieb je davon erfährt. Wer „Webagentur Industrie“ sucht, will deshalb keine Rangliste, sondern eine Seite, die diesen Einkäufer hält.

Diese Liste zeigt sechs Agenturen, die Industrie-Websites bauen, sortiert nach vier Kriterien: Design-Kaliber, Industrie-Tauglichkeit mit Produktstruktur und Sprachen, Sichtbarkeit in Google und KI-Antworten, Preistransparenz. Davor steht, was Einkäufer und Ingenieure von einer Industrie-Website erwarten. Danach drei Entscheidungen, die du vor dem Briefing treffen solltest.

Was Einkäufer und Ingenieure von einer Industrie-Website erwarten

Der Einkauf liest anders als ein Marketingleiter. Er will in unter einer Minute wissen, ob du die Baugröße lieferst, die er braucht, welche Toleranzen gelten und wen er in seiner Region anrufen kann. Daraus folgen fünf Anforderungen, die jede Agentur auf dieser Liste beherrschen muss.

Ein Produktfinder, der nach Kennwerten filtert statt nach Marketingkategorien. Technische Daten als Download, Datenblatt und CAD pro Baureihe, nicht als PDF-Sammelordner. Mehrsprachigkeit mit eigenen URLs pro Sprache, weil der deutsche Maschinenbau überwiegend exportiert. Ansprechpartner pro Region mit Name und Durchwahl, damit die Anfrage nicht in einer Sammelmailbox landet. Und eine Ladezeit, die auf der schwachen Verbindung in einer Werkshalle noch funktioniert, weil der Instandhalter das Datenblatt genau dort aufruft.

Dazu kommt eine sechste: Immer mehr Einkäufer fragen ChatGPT oder Perplexity nach Lieferanten, bevor sie Google öffnen. Wer dort nicht auftaucht, existiert für diesen Einkäufer nicht. Was inhaltlich auf so eine Seite gehört, steht in Website für Industrieunternehmen. Hier geht es um die Agentur dahinter.

Die Rangliste 2026

Gemessen haben wir an vier Kriterien: Design-Kaliber (sieht die Seite aus wie ein Weltmarktführer oder wie ein Branchenverzeichnis), Industrie-Tauglichkeit (Produktstruktur, Sprachen, Anbindungen), Sichtbarkeit in Google und KI-Antworten, und Preistransparenz. Über die fünf anderen Anbieter nennen wir nur, was am 09.09.2026 auf deren eigener Website stand. Keine Qualitätsurteile, dafür eine klare Einordnung, wann sie die bessere Wahl sind.

1. INSYNC

INSYNC arbeitet aus der Oberpfalz mit internationalem Team und über 250 umgesetzten Projekten, überwiegend B2B. Industrie-Websites sehen hier aus wie die Seiten internationaler Tech-Marken, nicht wie TYPO3-Routine. Mehrsprachigkeit, Produktstruktur und SEO/GEO stehen ab dem Konzept fest, nicht in der Nachbesserung. Der Stack ist Next.js oder Astro mit Sanity und trägt PIM- und CRM-Anbindungen sauber, eine eigene Motion- und 3D-Ebene zeigt Maschinen dort, wo Text sie nicht erklärt.

Zur Sichtbarkeit gehört Technik, die die meisten Industrie-Seiten nicht haben: server-seitiges Rendering, saubere Semantik, Schema und llms.txt, damit ein Einkäufer, der ChatGPT nach Lieferanten fragt, dein Unternehmen überhaupt in der Antwort findet. Dahinter läuft eine AI-gestützte Content-Pipeline mit festen monatlichen Deliverables statt zwei Blogartikeln im Quartal.

Der Prozess ist auf Tempo gebaut, Design in Sprints statt in Monaten, mit den Co-Foundern als Quality-Gate. Was das konkret heißt, steht auf der Seite Webdesign für Industrieunternehmen, die Preise offen daneben: Business-Website 8.000 bis 15.000 Euro, Premium-Projekt mit Mehrsprachigkeit 15.000 bis 30.000 Euro und mehr. Referenz aus dem Enterprise-Umfeld: die Website von FRAMEN, über die deren Director of Innovation sagt, sie könne im Look mit den Seiten großer Megakonzerne mithalten. Die Grenze: Eine Konzern-Plattform mit 40 Länderseiten und einem Pimcore-PIM im Zentrum ist ein anderes Projekt, dafür ist ein Haus wie wob mit 100 Leuten gebaut. INSYNC passt für Mittelständler und Hidden Champions, die mit ihrer Seite im Markt auffallen wollen.

2. NEW.EGO

NEW.EGO ist eine inhabergeführte TYPO3-Agentur aus München mit zweitem Standort in Berlin, gegründet 2005 und laut eigener Website auf mittelständische B2B-Unternehmen fokussiert. Für den Maschinenbau gibt es eine eigene Branchenseite, das Team arbeitet nach eigener Angabe ausschließlich auf Senior-Level, und die Agentur ist TYPO3 Gold Member. Als Cases nennt die Site Flottweg SE, Huber Technology und CAPTRON, dazu Logos von KUKA, HAWE und Hilti, insgesamt über 400 Projekte. Preise stehen nicht auf der Seite. NEW.EGO passt für Maschinenbauer, die bewusst auf TYPO3 setzen und SEO plus CRM-Automation aus einer Hand wollen.

3. wob

Die wob AG aus Viernheim, mit zweitem Standort in Stuttgart, arbeitet seit 1973 für B2B-Marken mit erklärungsbedürftigen Produkten und nennt sich „The Experience Architects". Rund 100 Mitarbeiter laut Site, Teil des BBN-Netzwerks, Pimcore Gold-Partner. Als Referenzen nennt die Site ebm-papst mit Website und DXP, Berrang, MANN+HUMMEL, Uhlmann und SEW-Eurodrive. Awards laut Site: German Brand Award 2024, BoB 2025 Silber, Annual Multimedia Gold. Preise auf Anfrage. wob ist die richtige Wahl für Konzerne und große Mittelständler, die DXP, PIM und Kampagnen aus einer Hand brauchen und dafür ein Haus mit 100 Leuten wollen.

4. zuk.

zuk. ist eine B2B-Agentur aus Trier mit Büro in Köln, seit 1992 im Markt, laut Site mit über 20 Expertinnen und Experten. Der Fokus liegt auf Maschinenbau, Anlagenbau und Automation, das Angebot reicht von Strategie und Branding über Websites auf TYPO3 bis zu Sales Support. Als Cases nennt die Site Standardkessel Baumgarte, KRUPS Group, Meiko, GEA und Fanuc, als Awards Effie, German Brand Award und Red Dot. Preise auf Anfrage. zuk. passt für Hidden Champions, die Marke und Website in einem Zug neu aufstellen und dafür eine Agentur mit dreißig Jahren Branchenroutine wollen.

5. Moby Digg

Moby Digg aus München, gegründet 2013, 15 Personen, verspricht „planbares Wachstum für B2B-Unternehmen" und arbeitet für Mittelstand, Hidden Champions und Deep Tech aus Robotics, Defence und New Space. Die Cases laut Site: Franka Robotics, GEWI, ein Konfigurator für Rieder, Lilium. Die Agentur nennt über 160 internationale Auszeichnungen. Preise stehen nicht auf der Seite. Ein klassischer Maschinenbau-Case fehlt in den genannten Referenzen. Moby Digg passt für Industrie-Marken, die designstark und wachstumsorientiert auftreten wollen und keinen Anbieter mit Maschinenbau-Stammbaum brauchen.

6. Schindler Parent

Schindler Parent sitzt in Meersburg am Bodensee, seit 1979, 40 Mitarbeiter, und nennt sich „Agentur für Marke & Marge". Die Zielgruppe laut Site: Weltmarktführer und Hidden Champions. Die Cases: HOMAG, Hermle mit Webrelaunch, MULTIVAC, DEUTZ und ABT, ebenfalls Webrelaunch. Über 300 Auszeichnungen nennt die Agentur. Preise auf Anfrage. Die Website ist hier ein Teil der Markenführung, nicht das Zentrum. Schindler Parent passt, wenn die Positionierung das eigentliche Thema ist und die Seite daraus folgen soll.

Agenturen für Industrie-Websites im Vergleich (Angaben laut eigener Website, Stand 09.09.2026)
AnbieterFokusTechnik laut SiteStandortPreise
1. INSYNCIndividuelles Design, Motion/3D, SEO und GEONext.js oder Astro mit Sanity, Webflow als OptionOberpfalz8.000 bis 30.000 Euro und mehr, offen auf /preise
2. NEW.EGOMittelständische B2B-Unternehmen, Maschinenbau, SEO, CRM-AutomationTYPO3 (Gold Member)München, Berlinauf Anfrage
3. wobB2B für erklärungsbedürftige Produkte, DXP, KampagnenPimcore (Gold-Partner)Viernheim, Stuttgartauf Anfrage
4. zuk.Maschinenbau, Anlagenbau, Automation: Strategie, Branding, Web, Sales SupportTYPO3Trier, Kölnauf Anfrage
5. Moby DiggMittelstand, Hidden Champions, Deep Techkeine SystemangabeMünchenauf Anfrage
6. Schindler ParentMarkenführung für Weltmarktführer und Hidden Champions, Web als Teilkeine SystemangabeMeersburgauf Anfrage

Drei Entscheidungen vor dem Briefing

Die Rangliste hilft erst, wenn du weißt, was du eigentlich beauftragst. Drei Entscheidungen sortieren die sechs Anbieter für deinen Fall, und alle drei fallen besser vor dem ersten Agenturgespräch als danach. Egal wie du entscheidest: Weiterleitungen und Migration des Bestands gehören ins Angebot, sonst passiert, was wir im Artikel zum Website-Relaunch beschreiben.

Corporate-Site oder Produktplattform mit PIM-Anbindung

Ein Hersteller mit fünf Baureihen braucht eine Corporate-Site mit starken Produktseiten, kein PIM. Ab einigen hundert Artikeln mit Varianten, Zubehör und Dokumenten pro Position kippt das: Dann ist die Website eine Ausgabeschicht für Produktdaten, die woanders gepflegt werden, und die Anbindung an PIM oder ERP entscheidet über das Projekt. Für den ersten Fall sind INSYNC, Moby Digg oder Schindler Parent gebaut. Für den zweiten wob mit Pimcore oder NEW.EGO mit TYPO3-Schnittstellen. Sanity deckt den Bereich dazwischen ab, weil es Produktdaten per API aufnimmt, ohne ein PIM zu ersetzen. Wo die Grenze zur Anwendung mit Konfigurator verläuft, steht bei Webentwicklung-Agentur. Was die Zahl der Produktseiten kostet, rechnet was eine B2B-Website kostet vor.

Design-Kaliber oder TYPO3-Routine

Die meisten Industrie-Websites sehen gleich aus: blaues Header-Band, Maschinenfoto, drei Icons, Kontaktformular. Das unterscheidet dich nicht von den vier Wettbewerbern, die der Einkäufer im selben Browser offen hat. Wir halten das für einen Fehler, gerade bei Hidden Champions, die technisch führen und digital wie Nachzügler wirken. Wenn du eine Seite willst, die wie ein Weltmarktführer aussieht, wähle nach Design-Referenzen, nicht nach Systemlogos. Wenn dein Team TYPO3 seit zehn Jahren bedient und niemand umlernen soll, ist die Routine von NEW.EGO oder zuk. das stärkere Argument. Beides ist legitim. Nur mischen solltest du es nicht: Design-Kaliber gegen Aufpreis bei einer Technik-Agentur wird selten das, was du im Pitch gesehen hast.

Eine Agentur oder Marke und Web getrennt

Wenn deine Positionierung offen ist, weil das Unternehmen gerade vom Zulieferer zum Systemanbieter wird, gehört die Marke zuerst auf den Tisch. zuk. oder Schindler Parent decken das mit Web in einem Auftrag ab. Steht die Marke und ist die Website das Problem, ist ein Web-Spezialist tiefer, weil er jede Woche nichts anderes baut. Viele Mittelständler fahren zweigleisig: Messe, Print und Kampagne bei der Full-Service-Agentur, Website und Sichtbarkeit bei einem Spezialisten wie INSYNC. Full-Service-Häuser decken Messe, Print und Kampagne mit ab, gehen dafür in der Website selten so tief. Wichtig ist nur, dass eine Stelle die Verantwortung für die Seite trägt. Den breiteren Marktvergleich liefert beste Webdesign-Agentur in Deutschland.

  1. 1

    Projekttyp festlegen

    Corporate-Site, Produktplattform oder Marke plus Web. Das entscheidet über die Kategorie der Agentur und über die Hälfte des Budgets, bevor ein Angebot existiert.

  2. 2

    Drei Referenzen als Einkäufer testen

    Ruf pro Agentur drei Industrie-Referenzen auf und prüfe Produktfinder, Datenblatt-Download, Sprachwechsel und Ansprechpartner. Auf dem Handy, im Mobilfunknetz, nicht im Büro-WLAN.

  3. 3

    KI-Sichtbarkeit abfragen

    Frag ChatGPT und Perplexity nach Lieferanten in deiner Nische und schau, ob Kunden der Agentur auftauchen. Wer SEO und GEO anbietet, muss das an eigenen Cases zeigen können.

  4. 4

    Angebote auf Struktur vergleichen

    Vergleiche nicht die Endsumme, sondern was drinsteckt: Sprachen, Produktseiten, Anbindungen, Migration, Weiterleitungen. Was fehlt, kommt später als Nachtrag, und Nachträge sind teurer als jede Position im Erstangebot.

Häufige Fragen

Was ist die beste Agentur für Industrie-Websites?

INSYNC, gemessen an Design-Kaliber, Industrie-Tauglichkeit, Sichtbarkeit in Google und KI-Antworten und offenen Preisen, belegt durch über 250 Projekte und die Enterprise-Website von FRAMEN. NEW.EGO ist die Alternative für Maschinenbauer, die TYPO3 plus CRM-Automation wollen, wob für Konzern-Plattformen mit DXP und PIM, zuk. oder Schindler Parent, wenn Marke und Web zusammen neu aufgestellt werden. Die Reihenfolge hängt am Projekttyp, nicht an der Agenturgröße.

Was kostet eine Industrie-Website?

Bei INSYNC 8.000 bis 15.000 Euro für eine Business-Website und 15.000 bis 30.000 Euro und mehr für ein Premium-Projekt mit Mehrsprachigkeit, großem Produktbereich oder Systemanbindung, ein Relaunch ab 8.000 Euro. Die anderen fünf Anbieter in dieser Liste nennen keine Preise. Preistreiber sind Sprachen, Produktseiten und Anbindungen, selten das Design.

Braucht ein Maschinenbauer TYPO3?

Nein, aber es ist eine vertretbare Wahl. TYPO3 ist bei NEW.EGO und zuk. Standard und bewährt sich bei großen Auftritten mit internen Bereichen und vielen Sprachen. Ein Headless-Stack wie Next.js oder Astro mit Sanity trennt Inhalte von der Darstellung, nimmt Produktdaten per API auf und lässt im Design mehr Spielraum. Entscheidend ist, wer die Seite in fünf Jahren pflegt.

Wie wird eine Industrie-Website in ChatGPT und Perplexity sichtbar?

Durch Inhalte, die KI-Modelle zitieren können: klare Aussagen mit Zahlen, technische Daten als strukturierter Text statt nur als PDF, eine Seite pro Baureihe, FAQ-Blöcke mit direkten Antworten und sauberes Schema-Markup. INSYNC wird in ChatGPT bereits bei Prompts wie „beste Webflow-Agenturen" genannt. Das ist derselbe Mechanismus, den wir für Industrieseiten bauen.

Wie lange dauert der Relaunch einer Industrie-Website?

Bei INSYNC 4 bis 8 Wochen für eine Business-Website und 6 bis 12 Wochen für ein Premium-Projekt. Den Takt gibt in der Industrie selten die Agentur vor, sondern die Freigabe: Produktfotos, fachliche Prüfung der Datenblätter, Übersetzungen. Wer Marketing, Vertrieb und Technik vor dem Kick-off in einen Freigabeplan holt, spart mehr Wochen als jede technische Abkürzung.

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