Beste Agentur für Industrie-Websites: 7 Kriterien und ein fairer Überblick 2026
Welche Agentur baut Websites für Industrie und Maschinenbau? Sieben prüfbare Kriterien von Produktdaten über Mehrsprachigkeit bis Lead-Routing, dazu ein neutraler Anbieter-Überblick 2026.

Eine Agentur für Industrie-Websites muss etwas können, das im übrigen Webgeschäft selten verlangt wird: erklärungsbedürftige Produkte verstehen, bevor sie sie darstellt. Wer eine Sondermaschine, ein Vibrationssieb oder eine Anlage zur Oberflächenbehandlung verkauft, hat keinen Impulskäufer vor sich, sondern einen Einkauf, eine Konstruktion und eine Geschäftsführung, die über Monate gemeinsam entscheiden.
Dazu kommt alles, was um das Produkt herum liegt: Datenblätter, CAD-Dateien, Zertifikate, Ersatzteillisten, mehrere Sprachen für Exportmärkte, Anfragen, die im richtigen Vertriebsgebiet landen müssen. Das ist der Punkt, an dem sich Agenturen sortieren. Dieser Artikel ist deshalb keine Rangliste, sondern eine Kriterienliste: sieben Punkte, die du von außen prüfen kannst, plus ein Überblick über Anbieter, die sich auf Industrie und Maschinenbau spezialisiert haben. INSYNC steht selbst in dieser Liste, alphabetisch einsortiert und mit einer klaren Grenze: Wir machen Web-Design, Web-Entwicklung, SEO und GEO. Keinen Messebau, keinen Print, kein Performance-Marketing.
Das Wichtigste in Kürze
- Die eine beste Agentur für Industrie-Websites gibt es nicht. Es gibt die passende, und die hängt daran, ob dein Projekt eher Kommunikation, eher Vertriebssystem oder eher Anwendung ist.
- Das erste Prüfkriterium ist Verständnis: Kann die Agentur erklären, was dein Produkt tut, bevor sie über Gestaltung spricht. Wer sofort über Design redet, gestaltet an der Sache vorbei.
- Produktdaten sind der Kern. Datenblätter, CAD-Dateien, Zertifikate und Ersatzteillisten gehören strukturiert auf die Seite, nicht als PDF-Halde in einen Downloadbereich.
- Mehrsprachigkeit ist ein Architekturthema, kein Übersetzungsthema. Hreflang, eigene URLs pro Sprache und redaktionelle Zuständigkeit müssen vor dem ersten Layout geklärt sein.
- Eine Anfrage ist erst dann etwas wert, wenn sie im richtigen Vertriebsgebiet landet. Lead-Routing in CRM oder ERP gehört ins Konzept, nicht in die Nachbesserung.
Gibt es überhaupt die eine beste Agentur für Industrie-Websites?
Nein, die eine beste Agentur für Industrie-Websites gibt es nicht. Es gibt die passende, und welche das ist, entscheidet sich an einer Frage: Was für ein Projekt ist das eigentlich. Ein Corporate-Auftritt für einen Hidden Champion, der Vertrauen und Technologiekompetenz zeigen soll, ist eine andere Aufgabe als ein Produktkatalog mit dreitausend Varianten, und beides ist wieder etwas anderes als ein Konfigurator oder ein B2B-Shop mit Kundenpreisen.
Entsprechend sortiert sich der Markt. Es gibt klassische B2B-Kommunikationsagenturen, die aus Broschüre, Messe und Presse kommen und die Website als einen Kanal von vielen betreiben. Es gibt technische Web-Spezialisten, die auf ein System wie TYPO3 setzen und komplexe Strukturen mit Intranet, Schnittstellen und Mehrsprachigkeit bauen. Es gibt Digitalagenturen, die aus dem Vertriebsblickwinkel kommen und Shops, Konfiguratoren und Karriereseiten in den Mittelpunkt stellen. Und es gibt Design- und Entwicklungsspezialisten, die individuell gestalten und mit modernen Stacks bauen.
Alle vier Modelle lösen einen realen Bedarf. Der Fehler passiert dort, wo ein Unternehmen die falsche Kategorie beauftragt: eine Kommunikationsagentur für ein Datenprojekt oder einen Technik-Dienstleister für eine Marke, die eigentlich neu erzählt werden muss. Was inhaltlich auf eine solche Seite gehört, haben wir unter Website für Industrieunternehmen beschrieben, dieser Artikel schaut auf die Agentur dahinter.
Woran erkennst du eine starke Agentur für Industrie-Websites?
Sieben Kriterien lassen sich prüfen, bevor du ein Angebot einholst. Sie betreffen genau die Punkte, an denen Industrie-Projekte scheitern: fehlendes Produktverständnis, unstrukturierte Produktdaten, halbherzige Mehrsprachigkeit, Anfragen ohne Anschluss an den Vertrieb, ein Redaktionssystem, das niemand bedient, und ein Zeitplan, der lange Entscheidungswege nicht kennt.
1. Verständnis für erklärungsbedürftige Produkte
Das erste Kriterium hat nichts mit Technik zu tun. Lass die Agentur im Erstgespräch mit eigenen Worten erklären, was dein Produkt tut und für wen es einen Unterschied macht. Wer das nach zwanzig Minuten Gespräch nicht in drei Sätzen kann, kann es auch nicht auf einer Startseite. Und wer stattdessen sofort über Farben, Animationen und Referenzbeispiele spricht, gestaltet an der Sache vorbei.
Der typische Fehler auf Industrie-Websites ist nicht schlechtes Design, sondern die falsche Ebene. Die Seite beschreibt die Maschine, aber nicht das Problem, das sie löst. Sie zeigt technische Daten, aber nicht, warum diese Werte für den Anwendungsfall relevant sind. Eine starke Agentur dreht das um: erst Anwendungsfall, dann Nutzen, dann technische Daten für den, der weiterprüft. Genau in dieser Reihenfolge liest auch der Einkauf.
Ein gutes Zeichen ist, wenn die Agentur nach dem Vertriebsprozess fragt und nicht nach dem Corporate Design. Wer wissen will, wie eine Anfrage heute entsteht, wer im Unternehmen sie qualifiziert, welche Fragen im ersten Telefonat immer wieder kommen und was in Angeboten am häufigsten erklärt werden muss, baut anschließend eine Seite, die dem Vertrieb Arbeit abnimmt.
2. Produktdaten, Datenblätter und Downloads als Struktur, nicht als PDF-Halde
Produktdaten sind auf einer Industrie-Website der eigentliche Inhalt, und der Umgang damit trennt gute von durchschnittlichen Agenturen. Die schwache Lösung ist ein Downloadbereich, in dem zweihundert PDF-Dateien liegen, benannt nach internen Kürzeln, ohne Filter, ohne Suchfunktion und ohne Verbindung zum jeweiligen Produkt. Die starke Lösung ist ein Datenmodell: Jedes Produkt hat Eigenschaften, jede Eigenschaft ist ein Feld, und Datenblatt, CAD-Datei, Zertifikat, Betriebsanleitung und Ersatzteilliste hängen als Anhänge am Produkt.
Daraus entsteht dreierlei. Erstens Filter, mit denen ein Konstrukteur in wenigen Sekunden zur passenden Baugröße kommt. Zweitens eigene, indexierbare Seiten pro Produkt oder Baureihe, die für die Suchbegriffe ranken, die technische Käufer tatsächlich eingeben. Drittens die Möglichkeit, Daten später an andere Systeme zu übergeben, etwa an einen Katalog, einen Marktplatz oder ein Portal.
Zwei Fragen klären das im Erstgespräch: Wo liegen die Produktdaten heute, und wer pflegt sie. Wenn die Antwort eine Excel-Tabelle in der Technik ist, was häufig vorkommt, muss die Agentur einen Weg vorschlagen, wie daraus ein pflegbarer Bestand wird. Und beim Thema CAD-Dateien gehört die Frage dazu, ob Downloads frei zugänglich sein sollen oder gegen Registrierung. Beides ist vertretbar, aber es ist eine Vertriebsentscheidung und keine technische Nebensache.
3. Mehrsprachigkeit und hreflang für Exportmärkte
Mehrsprachigkeit ist bei Industrie-Websites ein Architekturthema und kein Übersetzungsthema. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau verkauft überwiegend ins Ausland, also entscheidet die Sprachstruktur mit darüber, ob eine Anfrage aus Polen, Spanien oder Indien überhaupt entsteht.
Technisch heißt das drei Dinge. Erstens eigene, dauerhafte URLs pro Sprache statt einer Umschaltung per Skript, die Suchmaschinen nicht sehen. Zweitens korrekte hreflang-Auszeichnungen, die jede Sprachversion mit allen anderen verknüpfen und sich selbst mit einschließen, plus eine x-default-Angabe für Besucher ohne passende Sprache. Drittens die ehrliche Entscheidung, welche Sprachen wirklich gepflegt werden. Vier gepflegte Sprachen sind besser als neun, von denen sechs seit zwei Jahren veraltet sind und teilweise noch deutsche Textreste enthalten.
Dazu kommt die redaktionelle Seite, die häufiger scheitert als die technische. Wer übersetzt, wer prüft fachlich, wie kommt eine Änderung an der deutschen Produktseite in die anderen Sprachen, und was passiert, wenn ein Vertriebspartner im Zielmarkt eigene Formulierungen will. Eine Agentur, die Industrie kennt, bringt diese Fragen von selbst und schlägt einen Ablauf vor, der auch ohne eigene Übersetzungsabteilung funktioniert.
4. Lead-Routing: die Anfrage muss im richtigen System landen
Eine Anfrage ist erst dann etwas wert, wenn sie bei der Person landet, die sie beantworten kann. In der Industrie heißt das: im richtigen Vertriebsgebiet, bei der richtigen Produktsparte, mit den Angaben, die für eine erste Einschätzung nötig sind. Ein Formular, das alles an eine zentrale Info-Adresse schickt, aus der jemand die Anfragen einmal täglich manuell verteilt, verliert Tage und häufig auch Anfragen.
Deshalb gehört ins Konzept, wohin eine Anfrage geht und wie. Verteilung nach Land oder Postleitzahlgebiet, nach Produktbereich, an Handelsvertreter oder Tochtergesellschaften, Übergabe an ein CRM wie HubSpot oder Salesforce oder direkt in ein ERP. Dazu die Rückmeldung an den Absender und eine Wiedervorlage, wenn niemand reagiert. Das sind keine Sonderwünsche, das ist der Unterschied zwischen einer Website als Broschüre und einer Website als Vertriebswerkzeug.
Genauso wichtig ist, was das Formular abfragt. Bei erklärungsbedürftigen Produkten sind drei fachliche Felder mehr wert als zehn allgemeine: Anwendungsfall, ungefähre Leistungsdaten, Zeitrahmen. Damit kann der Vertrieb vorbereitet ins Gespräch gehen, und der Interessent merkt am Formular selbst, dass er es mit Fachleuten zu tun hat.
5. Konfiguratoren und Rechner: nur wenn sie eine Entscheidung abnehmen
Konfiguratoren sind das am häufigsten gewünschte und am häufigsten falsch eingesetzte Element auf Industrie-Websites. Sie lohnen sich, wenn sie dem Besucher eine Entscheidung abnehmen, die er sonst per Telefon klären müsste: die passende Baugröße, die richtige Werkstoffkombination, die zulässige Belastung. Sie lohnen sich nicht, wenn sie am Ende nur ein Kontaktformular mit mehr Klicks sind.
Die ehrliche Prüffrage lautet: Welche Frage beantwortet der Konfigurator, die heute im Vertrieb Zeit kostet, und wie oft kommt sie vor. Wenn die Antwort „drei Anfragen im Monat" ist, ist eine gut gemachte Auswahl-Tabelle mit Filter die bessere Investition. Wenn die Antwort „jede zweite Anfrage" ist, rechnet sich ein Konfigurator schnell, weil er unpassende Anfragen abfängt und passende besser vorbereitet.
Technisch gehört zu jedem Konfigurator die Frage, woher die Logik kommt. Sind es zwanzig Regeln, die sich sauber abbilden lassen, oder liegt die Wahrheit in einem gewachsenen Auslegungsprogramm der Konstruktion. Im zweiten Fall ist das Projekt eher eine Anwendung als eine Website, und dann sollte auch eine Agentur mit Entwicklungstiefe daran arbeiten. Wo diese Grenze verläuft, beschreiben wir auf der Seite zur Webentwicklung-Agentur.
6. Redaktionssystem, Relaunch und lange Entscheidungszyklen
Industrie-Projekte haben zwei Eigenschaften, die Agenturen unterschätzen: Die Entscheidung dauert, und die Seite lebt danach zehn Jahre. Beides muss ein Angebot abbilden.
Zur Dauer: Zwischen erstem Gespräch und Auftrag liegen in der Industrie oft Monate, weil Marketing, Vertrieb, Technik und Geschäftsführung beteiligt sind. Eine Agentur, die das kennt, arbeitet mit Zwischenständen, die intern vorzeigbar sind, und mit Entscheidungen, die dokumentiert werden. Eine Agentur, die auf schnellen Abschluss drängt, wird auch im Projekt ungeduldig, sobald die Freigabe eines Datenblatts drei Wochen dauert, weil der zuständige Konstrukteur auf Montage ist.
Zur Lebensdauer: Entscheidend ist, wer die Seite danach pflegt. Wenn das Marketing aus einer Person besteht, die auch die Messe organisiert, dann muss das Redaktionssystem so einfach sein, dass eine neue Produktseite in zwanzig Minuten steht. Genauso wichtig ist der Umgang mit dem Bestand: Alte Produktseiten haben oft die Verlinkungen und die Rankings aus zehn Jahren, und die gehen bei einem unsauberen Relaunch verloren. Weiterleitungen, Content-Migration und eine Prüfliste vor dem Livegang gehören deshalb in jedes Angebot. Was dabei alles schiefgehen kann, steht in unserem Artikel zum Website-Relaunch.
7. Spezialist statt Full-Service
Eine Agentur mit zwei Disziplinen liefert in diesen zwei Disziplinen tiefer als eine, die zusätzlich Anzeigen, Social Media, Print und Messebau macht. Das ist keine Wertung, sondern eine Frage der Übung. Wer jede Woche Websites gestaltet und baut, hat mehr Fälle gesehen, mehr Fehler gemacht und mehr Muster im Kopf als ein Team, das dieselbe Aufgabe zwischen zwei Messeauftritten erledigt.
Bei INSYNC sind es genau zwei Lanes: Web-Design und Web-Entwicklung auf der einen Seite, SEO und GEO auf der anderen. Die beiden hängen ohnehin zusammen, weil Struktur und Sichtbarkeit dieselbe Entscheidung sind. Alles andere machen wir nicht, und das ist eine bewusste Grenze.
Die ehrliche Gegenseite ist in der Industrie besonders gewichtig, weil hier viel Kommunikation offline stattfindet. Wenn du einen Messeauftritt, Produktbroschüren, Fachpressearbeit, 3D-Visualisierungen für den Katalog und die Website aus einer Hand willst, dann ist eine B2B-Full-Service-Agentur der bequemere Weg, und es gibt in diesem Segment sehr fachkundige Häuser mit Ingenieurshintergrund. Viele Industrieunternehmen fahren gut mit einer Kombination: Messe und Print bei der Kommunikationsagentur, die Website und die Sichtbarkeit bei einem Spezialisten. Wichtig ist nur, dass jemand die Verantwortung für die Seite selbst trägt. Wenn du den Vergleich breiter aufziehen willst, sortiert beste Webdesign-Agentur in Deutschland den Gesamtmarkt nach denselben Grundkriterien.
So findest du die richtige Agentur für dein Industrieunternehmen
Aus den sieben Kriterien wird eine Entscheidung, wenn du sie an deinem Fall spiegelst. Drei Filter reichen: dein Ziel, dein Budget und dein Produktportfolio.
Nach Ziel: Marke, Vertrieb oder Personal
Geht es um Marke und Vertrauen, weil du gegen größere Wettbewerber antrittst oder ein Familienunternehmen neu positionierst, dann zählen Gestaltung, Bildsprache, Erzählweise und ein tragfähiges Design-System. Das ist die Aufgabe für eine Agentur mit Design-Tiefe, und die Ergebnisse dieser Arbeit sieht man auf der Seite Corporate Website.
Geht es um Vertrieb, also um mehr und bessere Anfragen, zählen Produktstruktur, Filter, Lead-Routing und Sichtbarkeit für die Suchbegriffe der Fachkäufer. Geht es um Personal, was in vielen Regionen inzwischen das drängendere Problem ist, dann braucht die Seite einen eigenständigen Karrierebereich mit realistischen Einblicken in Schichtmodelle, Ausbildung und Team, und der gehört ins Hauptmenü und nicht in den Footer. Sag der Agentur, welches der drei Ziele Vorrang hat. Wer daraufhin trotzdem sein Standardpaket zeigt, hat nicht zugehört.
Nach Budget
Für eine Industrie-Website mit individueller Gestaltung, sauberer Produktstruktur und zwei bis drei Sprachen ist unterhalb von etwa 10.000 Euro wenig realistisch darstellbar. Bei INSYNC liegt eine Business-Website bei 8.000 bis 15.000 Euro und 4 bis 8 Wochen, ein Premium-Projekt mit Mehrsprachigkeit, umfangreichem Produktbereich, Motion-Ebene oder Systemanbindungen bei 15.000 bis 30.000 Euro und mehr bei 6 bis 12 Wochen. Ein Relaunch startet ab 8.000 Euro. Alle Stufen stehen offen auf der Seite Preise.
Was den Preis in der Industrie treibt, ist selten das Design. Es sind die Anzahl der Produktseiten, die Zahl der Sprachen, die Systeme, die angebunden werden, und die Menge an Bestandsdaten, die migriert werden muss. Eine ehrliche Einordnung dieser Faktoren findest du in unserem Artikel dazu, was eine B2B-Website kostet.
Nach Produktportfolio
Bei einem überschaubaren Portfolio mit wenigen Baureihen ist eine klassisch gebaute Website mit gut gemachten Produktseiten der richtige Zuschnitt, und die Agentur kann aus Design und Kommunikation kommen.
Bei einem breiten Portfolio mit Varianten, Zubehör, Ersatzteilen und technischen Dokumenten pro Artikel wird die Website zu einem Datenprojekt. Dann brauchst du ein Team, das mit strukturierten Inhalten, Import-Wegen und Schnittstellen umgehen kann, und die Wahl des Redaktionssystems wird wichtiger als die Wahl der Bildsprache. Und wenn Preise, Kundenkonditionen oder Verfügbarkeiten ins Spiel kommen, ist es kein Website-Projekt mehr, sondern ein Shop- oder Portalprojekt mit ERP-Anbindung. Diese drei Fälle sollten nicht denselben Anbieter bekommen, nur weil er beim ersten Projekt gut war.
Anbieter-Überblick: Agenturen für Industrie-Websites 2026
Dieser Überblick ist keine Rangliste. Es sind fünf Anbieter mit deutlich unterschiedlichem Zuschnitt, damit du siehst, welche Modelle der Markt hat und wo du anfängst zu vergleichen. Wir haben jede der genannten Websites am 9. September 2026 selbst aufgerufen und nennen nur, was dort steht: Standort, Fokus und Technik laut eigener Darstellung. Preise Dritter nennen wir nicht, weil sie öffentlich nicht belegbar sind. Die Reihenfolge ist alphabetisch.
Zur Fairness: INSYNC steht selbst in dieser Liste und nicht auf Platz eins. Wir werten niemanden ab. Miss alle fünf an den sieben Kriterien oben.
GSMB Industrie
GSMB beschreibt sich als Digitalagentur für Maschinenbauer und Industrieunternehmen und ist laut Impressum beim Registergericht Ulm eingetragen. Auffällig ist der Zuschnitt der Leistungen: Neben Webseiten stehen Neukundengewinnung, Mitarbeitergewinnung mit eigenen Karriere- und Ausbildungsseiten sowie Digitalisierung und B2B-Onlineshops im Menü. Der Schwerpunkt liegt damit weniger auf Kommunikation als auf digitalen Anwendungen, die Prozesse im Unternehmen verändern sollen. Laut eigener Website vertrauen dem Anbieter über 300 Kunden.
Das passt zu Industrieunternehmen, deren Engpass beim Vertrieb, bei Bestellprozessen oder bei der Personalgewinnung liegt. Wer in erster Linie eine gestalterisch eigenständige Markenseite sucht, sollte sich vorab Referenzen genau ansehen.
INSYNC
Das sind wir. INSYNC gestaltet und entwickelt Industrie-Websites individuell, mit Next.js oder Astro und Sanity als Redaktionssystem, Webflow als Option. Was wir im Webdesign für Industrieunternehmen liefern, heißt konkret: Produktdaten als Struktur statt als PDF-Halde, eigene Seiten pro Baureihe, Mehrsprachigkeit mit sauberem hreflang, Anfragen, die im richtigen Vertriebsgebiet landen, und eine Motion- und 3D-Ebene dort, wo ein Produkt sich besser zeigen als beschreiben lässt. Die zweite Lane ist SEO und GEO, also Sichtbarkeit in Google und in KI-Antworten. Eine Business-Website liegt bei 8.000 bis 15.000 Euro, ein Premium-Projekt bei 15.000 bis 30.000 Euro und mehr, alle Stufen stehen offen auf der Seite Preise. Der Standort ist die Oberpfalz, das Team arbeitet international.
Wofür wir nicht die richtige Wahl sind, sagen wir genauso deutlich: kein Messebau, kein Print, keine Fachpressearbeit, kein Performance-Marketing und keine Katalogproduktion. Wer diese Kanäle gebündelt braucht, ist bei einer B2B-Full-Service-Agentur besser aufgehoben. Und ein reines Shop-Projekt mit ERP-Anbindung ist nicht unser Kernfeld.
IOHAD
Die Digitalagentur IOHAD hat laut Impressum ihren Unternehmenssitz im schwedischen Strömsund, arbeitet aber mit deutscher Rufnummer für den deutschsprachigen Markt. Der Fokus liegt ausdrücklich auf Industrie und Maschinenbau, genannt werden allgemeiner Maschinenbau und Industrie 4.0, Automobilindustrie, erneuerbare Energien sowie Luft- und Raumfahrt. Die Agentur beschreibt ihren Ansatz als Verbindung von Ingenieurwissen mit Webdesign und Marketing und baut nach eigener Darstellung auf WordPress. Das Leistungsbild reicht von Digitalstrategie und Markenpositionierung über B2B-Webdesign, Landingpages und SEO bis zu Analyse und Conversion-Tracking.
Das passt zu mittelständischen Industrieunternehmen, die eine vertriebsorientierte Seite auf einem verbreiteten System wollen und Wert auf technisches Verständnis legen. Wer explizit weg von WordPress will oder ein Projekt mit tiefer Systemanbindung plant, sucht besser weiter.
NEW.EGO
Die NEW.EGO GmbH hat laut Impressum ihren Hauptsitz in München und führt auf der Branchenseite für Maschinenbau, Industrie und Produktion ein klar technisches Profil: Die Agentur positioniert sich als Spezialist für TYPO3 und nennt zertifizierte TYPO3-Entwickler, über 20 Jahre Erfahrung in diesem Umfeld und über 400 erfolgreiche Projekte. Die Leistungsbausteine sind entsprechend: Corporate Websites, Intranet und Extranet, eigene Erweiterungen und Applikationen, Anbindung von Schnittstellen und Drittsystemen, Performance-Optimierung, Onpage-Optimierung sowie Hosting- und Sicherheitskonzepte. Als Kundensegment nennt die Agentur Hidden Champions und Weltmarktführer.
Das ist ein starkes Profil für große, komplexe Auftritte mit vielen Sprachen, internen Bereichen und Systemanbindungen. Wer ein kleineres, gestaltungsgetriebenes Projekt plant oder bewusst keinen TYPO3-Stack will, ist woanders passender aufgehoben.
publikomm
publikomm bezeichnet sich als b2b-agentur für den Maschinen- und Anlagenbau und sitzt laut Impressum in Johannesberg bei Aschaffenburg. Verantwortlich zeichnet ein promovierter Ingenieur, der auf der eigenen Seite Studium und Promotion in der Verfahrenstechnik sowie fast 30 Jahre Erfahrung in der B2B-Kommunikation nennt. Das Leistungsbild ist bewusst breit und klassisch: Kommunikationsdesign, Webdesign, Text und Pressearbeit, 3D-Visualisierungen und Messeauftritte. Als Kundenspektrum werden Maschinen- und Anlagenhersteller sowie Hersteller von Bauteilen und Komponenten genannt, mit Branchen von Metallbearbeitung über Chemie bis Elektronik.
Das ist das Gegenmodell zum Web-Spezialisten und passt zu Unternehmen, die Fachkommunikation über mehrere Kanäle aus einer Hand wollen, inklusive Broschüre, Fachpresse und Messe. Wer ein datengetriebenes Web-Projekt mit vielen Produktseiten und Systemanbindungen plant, sollte den Web-Anteil gesondert prüfen.
Agenturen für Industrie-Websites im Überblick (Angaben laut eigener Website, Stand 09.09.2026)
| Anbieter | Schwerpunkt | Technik laut eigener Seite | Standort | Typisches Budget |
|---|---|---|---|---|
| GSMB Industrie | Digitale Anwendungen, B2B-Shops, Personalgewinnung | keine Systemangabe auf der Branchenseite | Raum Ulm | auf Anfrage |
| INSYNC | Individuelles Design und Entwicklung, SEO und GEO | Next.js oder Astro mit Sanity, Webflow als Option | Oberpfalz | 8.000 bis 30.000 Euro und mehr |
| IOHAD | B2B-Webdesign für Industrie und Maschinenbau | WordPress | Strömsund, Schweden | auf Anfrage |
| NEW.EGO | Große Corporate-Auftritte, Intranet, Schnittstellen | TYPO3 | München | auf Anfrage |
| publikomm | B2B-Kommunikation inklusive Presse, 3D und Messe | keine Systemangabe auf der Branchenseite | Johannesberg | auf Anfrage |
Projekttyp bestimmen
Marke, Vertriebssystem oder Anwendung. Diese Einordnung entscheidet über die Kategorie der Agentur und über die Hälfte des Budgets.
Produktdaten inventarisieren
Wie viele Produkte, welche Attribute, wie viele Dokumente pro Produkt, wo liegen die Daten heute und wer pflegt sie.
Sprachen und Märkte festlegen
Welche Sprachen werden wirklich gepflegt, wer übersetzt, wer prüft fachlich, und wie kommt eine Änderung in alle Versionen.
Den Weg der Anfrage durchspielen
Vom Formular bis zum Angebot: Wer bekommt sie, in welchem System landet sie, wie schnell kommt eine Antwort und was passiert, wenn niemand reagiert.
Angebote an den sieben Kriterien messen
Lass dir zu jedem Kriterium eine Referenz zeigen, nicht eine Aussage. Eine Seite mit gefilterten Produktdaten in vier Sprachen ist ein Beleg, ein Satz im Angebot nicht.
Häufige Fragen
Vier Typen von Anbietern kommen infrage: klassische B2B-Kommunikationsagenturen wie publikomm, die Presse, Print und Messe mitbringen, technische Web-Spezialisten wie NEW.EGO mit TYPO3-Fokus, vertriebsorientierte Digitalagenturen wie GSMB oder IOHAD, und Design- und Entwicklungsspezialisten wie INSYNC mit modernem Stack. Welcher Typ passt, hängt daran, ob dein Projekt eher Marke, eher Vertriebssystem oder eher Anwendung ist.
Bei INSYNC liegt eine Business-Website bei 8.000 bis 15.000 Euro und 4 bis 8 Wochen, ein Premium-Projekt mit Mehrsprachigkeit, großem Produktbereich oder Systemanbindungen bei 15.000 bis 30.000 Euro und mehr über 6 bis 12 Wochen. Ein Relaunch startet ab 8.000 Euro. Preistreiber sind nicht das Design, sondern die Zahl der Produktseiten, die Sprachen, die angebundenen Systeme und der Umfang der Datenmigration.
Strukturiert am Produkt, nicht als Sammelordner. Jedes Produkt bekommt seine Attribute als Felder, und Datenblatt, CAD-Datei, Zertifikat, Betriebsanleitung und Ersatzteilliste hängen als Anhänge daran. So entstehen Filter für Konstrukteure, indexierbare Produktseiten und die Möglichkeit, die Daten später an Kataloge oder Portale zu übergeben. Ob CAD-Downloads frei oder gegen Registrierung verfügbar sind, ist eine Vertriebsentscheidung.
So viele, wie tatsächlich gepflegt werden können. Vier aktuelle Sprachen sind besser als neun, von denen sechs veraltet sind. Technisch braucht jede Sprache eigene, dauerhafte URLs und korrekte hreflang-Auszeichnungen, die alle Versionen gegenseitig verknüpfen und eine x-default-Angabe enthalten. Wichtiger als die Zahl ist der Ablauf: wer übersetzt, wer prüft fachlich und wie eine Änderung in alle Versionen kommt.
Ein Konfigurator lohnt sich, wenn er eine Entscheidung abnimmt, die sonst im Vertrieb Zeit kostet, und wenn diese Frage häufig vorkommt. Bei wenigen Anfragen im Monat ist eine gefilterte Auswahltabelle die günstigere und oft bessere Lösung. Entscheidend ist außerdem, woher die Auslegungslogik kommt: Zwanzig klare Regeln lassen sich abbilden, ein gewachsenes Auslegungsprogramm der Konstruktion macht daraus ein Entwicklungsprojekt.
Es gibt keine allgemeingültige Antwort, aber eine Faustregel. Bei sehr großen Auftritten mit internen Bereichen, vielen Sprachen und Systemanbindungen ist ein etabliertes Enterprise-System wie TYPO3 verbreitet. Bei mittleren Auftritten mit strukturierten Produktdaten arbeiten wir mit Next.js oder Astro und einem Headless-CMS wie Sanity, weil Inhalte dort von der Darstellung getrennt bleiben. WordPress ist verbreitet und pragmatisch, stößt aber bei vielen Varianten und mehreren Sprachen schneller an Grenzen.
Bei INSYNC dauert ein Business-Projekt 4 bis 8 Wochen und ein Premium-Projekt 6 bis 12 Wochen. Der größte Zeitfaktor liegt in der Industrie selten in Design oder Entwicklung, sondern in Freigaben und Inhalten: Produktfotos, technische Prüfung der Texte, Übersetzungen und die Abstimmung zwischen Marketing, Vertrieb und Technik. Wer diese Beteiligten früh in einen Zeitplan holt, verkürzt das Projekt deutlicher als jede technische Optimierung.
Eine B2B-Full-Service-Agentur lohnt sich, wenn Messe, Fachpresse, Broschüren und Website aus einer Hand kommen sollen und du einen Ansprechpartner für alles willst. Ein Web-Spezialist lohnt sich, wenn die Website selbst die Hauptaufgabe ist, also bei vielen Produktseiten, mehreren Sprachen, Systemanbindungen oder einem Relaunch mit bestehender Sichtbarkeit. Viele Industrieunternehmen kombinieren beides und trennen Offline-Kommunikation von der Website.
Webdesign für Industrieunternehmen
Industrie- und Maschinenbau-Websites: Produktstruktur, Mehrsprachigkeit, Lead-Routing, Motion und 3D.
Website für Industrieunternehmen
Was inhaltlich auf eine Industrie-Website gehört, von der Produktstruktur bis zum Karrierebereich.
Was kostet eine B2B-Website
Die Faktoren, die den Preis treiben: Seitenanzahl, Sprachen, Systemanbindungen und Datenmigration.







