Website-Relaunch: Ablauf, Kosten und die 5 häufigsten Fehler
Wann ein Website-Relaunch fällig ist, wie er in 6 Phasen abläuft, was er im Markt und bei uns kostet, welche 5 Fehler Rankings und Anfragen kosten und welcher Stack 2026 die richtige Wahl ist.

Ein Website-Relaunch ist der Neubau deiner Website auf neuer technischer und inhaltlicher Basis: neues Design, neue Struktur, meist neues System, aber mit der bestehenden Domain und den bestehenden Rankings. Genau dieses „mit den bestehenden Rankings" ist der Teil, an dem die meisten Relaunches scheitern.
Dieser Artikel ist der Überblick für Entscheider: was ein Relaunch von Redesign und Migration unterscheidet, sechs Anzeichen, dass es Zeit ist, der Ablauf in sechs Phasen, realistische Kosten im Markt und bei uns, die fünf Fehler, die wir am häufigsten sehen, und die Frage, welches System 2026 die richtige Basis ist. Die technische SEO-Checkliste dazu hat einen eigenen Artikel: [Website-Relaunch ohne SEO-Verlust](/wissen/website-relaunch-ohne-seo-verlust).
Das Wichtigste in Kürze
- Relaunch = Neubau auf bestehender Domain. Redesign = neue Optik auf alter Basis. Migration = Systemwechsel ohne Neugestaltung. Die drei brauchen völlig unterschiedliche Budgets.
- Zeit für einen Relaunch: Website älter als 4 bis 5 Jahre, mobile Nutzung schlecht, Ladezeit über 3 Sekunden, keine Anfragen, Positionierung hat sich geändert, Team kann Inhalte nicht selbst pflegen.
- Sechs Phasen: Analyse, Strategie, Design, Entwicklung, Migration und Go-Live, Nachbetreuung. Dauer bei uns 4 bis 12 Wochen, im Markt oft 3 bis 6 Monate.
- Kosten im Markt: 1.500 bis 3.500 Euro für kleine Seiten, 5.000 bis 20.000 Euro für Mittelstand, 25.000 bis 80.000 Euro für große B2B-Projekte. Bei uns: Relaunch ab 8.000 Euro.
- Der teuerste Fehler ist SEO-Verlust durch fehlende 301-Weiterleitungen und gekürzte Inhalte. Wer die alte Seite nicht vermisst, verliert Rankings, die er jahrelang aufgebaut hat.
Was ist ein Website-Relaunch?
Ein Website-Relaunch ist der komplette Neuaufbau einer bestehenden Website: Design, Struktur, Inhalte und meist auch das technische System werden neu gemacht, während Domain und Rankings erhalten bleiben sollen. Der Begriff wird oft mit zwei anderen Projekten verwechselt, die deutlich weniger kosten und weniger bringen.
Redesign. Neue Optik auf bestehender Basis. Farben, Typografie, Layout werden angepasst, Struktur und System bleiben. Sinnvoll, wenn die Seite funktioniert und nur alt aussieht. Kostet einen Bruchteil, löst aber keine strukturellen Probleme.
Migration. Umzug auf ein neues System (etwa von WordPress zu Webflow oder Next.js), ohne die Seite neu zu denken. Sinnvoll, wenn Design und Inhalte passen, aber die Technik bremst.
Relaunch. Alles zusammen: neue Positionierung, neue Struktur, neues Design, neues System. Das ist das Projekt, um das es hier geht. Es ist teurer, weil es mehr verändert, und riskanter, weil jede Änderung an URLs, Inhalten und Struktur Rankings kosten kann, wenn sie nicht sauber übergeben wird.
Unsere Faustregel: Wenn du mehr als zwei der drei Dinge (Design, Struktur, System) anfassen willst, ist es ein Relaunch. Dann sollte er auch als solcher geplant werden, mit SEO-Bestandsaufnahme vor dem ersten Designentwurf.
Wann ist ein Website-Relaunch nötig?
Ein Relaunch ist nötig, wenn die Website ihre Aufgabe nicht mehr erfüllt: Anfragen bringen, das Unternehmen richtig darstellen und vom Team pflegbar sein. Sechs Anzeichen, bei denen wir in Erstgesprächen fast immer zum Relaunch statt zum Redesign raten:
1. Die Seite ist älter als vier bis fünf Jahre. Nicht weil das Datum zählt, sondern weil sich in dieser Zeit Nutzerverhalten, Google-Anforderungen und deine eigene Positionierung verändert haben.
2. Mobile funktioniert nicht richtig. Über die Hälfte der B2B-Erstkontakte passieren am Smartphone. Wenn dort Menüs klemmen, Texte zu klein sind oder Formulare nicht gehen, verlierst du Anfragen, bevor sie entstehen.
3. Ladezeit über drei Sekunden. Das ist messbar in PageSpeed Insights. Langsame Seiten verlieren Besucher und Rankings. Oft liegt es an veralteten Themes, Plugin-Stapeln und unoptimierten Bildern, die sich nicht mehr sinnvoll reparieren lassen.
4. Keine Anfragen über die Website. Traffic ist da, aber niemand füllt das Formular aus. Das ist ein Struktur- und Copy-Problem, kein Design-Problem, und es lässt sich selten mit einem neuen Button lösen.
5. Die Positionierung hat sich geändert. Neue Zielgruppe, neue Leistungen, Fusion, Rebranding. Wenn die Seite noch das Unternehmen von vor drei Jahren zeigt, arbeitet sie gegen dich.
6. Das Team kann die Seite nicht selbst pflegen. Jede Textänderung braucht eine Agentur, das CMS ist ein Flickenteppich, niemand traut sich ran. Dann ist die Seite ein Kostenblock statt ein Vertriebskanal.
Wie läuft ein Website-Relaunch ab?
Ein Website-Relaunch läuft in sechs Phasen ab: Analyse, Strategie, Design, Entwicklung, Migration mit Go-Live und Nachbetreuung. Bei uns dauert das je nach Umfang 4 bis 12 Wochen, im Markt sind 3 bis 6 Monate üblich. Der Unterschied liegt nicht im Weglassen von Phasen, sondern in klaren Entscheidungen und einem festen Team, das nicht zwischen zehn Projekten pendelt.
Analyse: Bestandsaufnahme der alten Seite
Bevor irgendjemand ein Design anfasst: Welche URLs bringen Traffic und Rankings? Welche Seiten konvertieren? Was sagen Search Console und Analytics der letzten 16 Monate? Welche Backlinks zeigen wohin? Diese Liste ist die Versicherung gegen SEO-Verlust. Dauer: 1 Woche.
Strategie: Ziele, Zielgruppe, Struktur
Was soll die neue Seite erreichen, für wen, mit welcher Kernbotschaft? Daraus entstehen Seitenstruktur, Keyword-Zuordnung pro Seite und das URL-Mapping alt zu neu. Hier wird entschieden, welches System die Basis wird. Dauer: 1 Woche.
Design: Copy zuerst, dann Layout
Wir schreiben die Texte vor dem Design, weil Layout um Inhalt herum gebaut werden muss, nicht umgekehrt. Dann Hero, Leistungsseiten, Referenzen, Kontakt als individuelle Entwürfe, mobil und Desktop. Zwei Feedbackrunden. Dauer: 2 bis 4 Wochen.
Entwicklung: Umsetzung im gewählten System
Sauberer Aufbau in Next.js, Astro oder Webflow mit CMS, Animationen, Formularen und Tracking. Parallel: Ladezeit, Barrierefreiheit, strukturierte Daten. Auf einer Staging-Umgebung, die für Google unsichtbar ist. Dauer: 2 bis 4 Wochen.
Migration und Go-Live
Inhalte übernehmen, 301-Weiterleitungen für jede alte URL, Tracking prüfen, Sitemap einreichen, noindex von Staging entfernen. Go-Live an einem Dienstag oder Mittwoch vormittags, nie freitags. Danach 48 Stunden Monitoring auf 404-Fehler und Crawling. Dauer: 2 bis 3 Tage.
Nachbetreuung: 4 bis 8 Wochen beobachten
Rankings, Indexierung, Anfragen und Ladezeit gegen die Vorher-Werte aus Phase 1 vergleichen. Kleine Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, Verluste über 20 Prozent nach vier Wochen nicht. Dann wird nachgebessert.
Was kostet ein Website-Relaunch?
Ein Website-Relaunch kostet im deutschen Markt zwischen 1.500 Euro für kleine Seiten und 80.000 Euro und mehr für große B2B-Projekte bei spezialisierten Agenturen. Bei uns beginnt ein Relaunch bei 8.000 Euro. Die Spanne ist so breit, weil „Relaunch" von der Fünf-Seiten-Visitenkarte bis zur mehrsprachigen Plattform mit 400 Unterseiten alles sein kann.
Die folgende Tabelle ordnet die Marktspannen ein, wie sie 2026 in Agentur-Übersichten genannt werden. Unsere eigenen Preise stehen separat, weil sie eine konkrete Zusage sind: Relaunch ab 8.000 Euro, typische Business-Website 8.000 bis 15.000 Euro in 4 bis 8 Wochen, Premium-Auftritt 15.000 bis 30.000 Euro in 6 bis 12 Wochen. Alle Preise inklusive Copy, Design, Entwicklung und SEO-sicherer Migration.
Was den Preis nach oben treibt: Seitenzahl und Sprachen, individuelle Animationen und 3D, Schnittstellen zu CRM oder ERP, große Content-Migrationen und die Frage, ob Texte neu geschrieben werden müssen. Was ihn nach unten treibt: klare Entscheidungen, ein Ansprechpartner auf Kundenseite und Inhalte, die zum Projektstart vorliegen.
Website-Relaunch-Kosten im Überblick (Markt 2026 vs. INSYNC)
| Variante | Kosten | Dauer | Passt für |
|---|---|---|---|
| Baukasten selbst gemacht (Markt) | 500 bis 3.000 Euro | 2 bis 8 Wochen Eigenzeit | Solo-Selbstständige ohne SEO-Bestand |
| Freelancer, kleine Seite (Markt) | 1.500 bis 3.500 Euro | 4 bis 8 Wochen | Bis 10 Seiten, wenig Migration |
| Agentur, Mittelstand (Markt) | 5.000 bis 20.000 Euro | 2 bis 4 Monate | 10 bis 50 Seiten, Bestandsrankings |
| Spezialisierte B2B-Agentur (Markt) | 25.000 bis 80.000 Euro und mehr | 3 bis 6 Monate | Mehrsprachig, Schnittstellen, große Migrationen |
| INSYNC Relaunch Business | 8.000 bis 15.000 Euro | 4 bis 8 Wochen | B2B-Unternehmen, 10 bis 40 Seiten, SEO-sicher |
| INSYNC Relaunch Premium | 15.000 bis 30.000 Euro und mehr | 6 bis 12 Wochen | Individuelles Design, Animation, mehrsprachig |
Die 5 häufigsten Fehler beim Website-Relaunch
Die fünf teuersten Fehler beim Relaunch sind SEO-Verlust durch fehlende Bestandsaufnahme, fehlende oder falsche 301-Weiterleitungen, vergessenes Tracking, gekürzte Inhalte und der Go-Live ohne Test. Alle fünf sind vermeidbar, und alle fünf sehen wir regelmäßig bei Seiten, die nach dem Relaunch zu uns kommen.
1. SEO-Bestand nicht erfasst. Niemand weiß, welche 20 URLs 80 Prozent des Traffics bringen. Die neue Seite hat sie nicht mehr, und drei Monate später fragt sich die Geschäftsführung, wo die Anfragen geblieben sind. Wir haben Seiten gesehen, die nach dem Relaunch 70 Prozent ihres organischen Traffics verloren haben, weil genau dieser Schritt fehlte.
2. 301-Weiterleitungen fehlen oder zeigen auf die Startseite. Jede alte URL braucht eine Weiterleitung auf die inhaltlich passende neue Seite. Alles pauschal auf die Startseite zu leiten, wertet Google wie einen 404. Backlinks, die auf alte URLs zeigen, verpuffen.
3. Tracking vergessen. Analytics, Conversion-Ziele, Tag Manager, Formular-Events: Bei jedem zweiten Relaunch fehlt nach dem Go-Live mindestens eines davon. Ergebnis: Wochen ohne Daten, genau in der Phase, in der man sie am dringendsten braucht.
4. Inhalte gekürzt, weil sie „nicht mehr ins Design passen". Die 2.000-Wörter-Leistungsseite, die auf Position 4 rankt, wird zu drei Absätzen und einem Bild. Design gewinnt, Ranking verliert. Inhalte, die ranken, bleiben, und das Layout wird darum herum gebaut.
5. Go-Live freitags ohne Test. Kein Crawl der Staging-Seite, kein 404-Check, noindex vergessen zu entfernen oder, umgekehrt, die Staging-Seite versehentlich indexiert. Und dann ist Wochenende. Go-Live ist Dienstag oder Mittwoch, mit 48 Stunden Beobachtung danach.
Die komplette technische Liste mit jedem einzelnen Prüfpunkt steht im Artikel Website-Relaunch ohne SEO-Verlust.
Welches System für den Relaunch: Next.js, Astro oder WordPress?
Für B2B-Websites, die Design, Ladezeit und Pflegbarkeit gleichzeitig brauchen, bauen wir 2026 auf Next.js oder Astro mit Sanity als CMS. WordPress bleibt eine Option, wenn ein Team seit Jahren darin arbeitet und der Plugin-Stapel überschaubar ist. Webflow liegt dazwischen, für Marketing-Seiten ohne komplexe Logik.
Next.js oder Astro plus Sanity. Code, den wir selbst kontrollieren, ohne Theme-Ballast und Plugin-Abhängigkeiten. Ladezeiten, die ohne Optimierungs-Plugins im grünen Bereich sind, Animationen ohne Kompromisse, ein CMS, das genau die Felder hat, die das Team braucht. Der Nachteil: Änderungen an der Struktur brauchen einen Entwickler. Deshalb koppeln wir das mit laufender Betreuung.
WordPress. Das größte Ökosystem, jede Agentur kann es. Aber: Die meisten Relaunch-Anfragen, die wir bekommen, kommen von WordPress-Seiten, die nach vier Jahren an Themes, Page-Buildern und 30 Plugins ersticken. Wer bei WordPress bleibt, sollte mit schlankem Theme und ohne Page-Builder neu starten.
Webflow. Gutes Design-Werkzeug, solides CMS, Hosting inklusive. Für reine Marketing-Websites eine schnelle und saubere Wahl, bei komplexen Datenmodellen oder Mehrsprachigkeit stößt es an Grenzen. Den ausführlichen Vergleich gibt es unter Webflow vs. WordPress.
Die Entscheidung fällt in Phase 2 und hängt an drei Fragen: Wer pflegt die Seite nachher? Welche Integrationen braucht sie? Und wie wichtig sind Ladezeit und Design gegenüber dem Do-it-yourself-Faktor? Mehr zu unserer Arbeitsweise steht auf der Seite zur Website-Relaunch-Agentur.
Häufige Fragen
Ein Website-Relaunch ist der komplette Neuaufbau einer bestehenden Website mit neuem Design, neuer Struktur und meist neuem System, bei dem Domain und Rankings erhalten bleiben sollen. Im Unterschied zum Redesign (nur neue Optik) und zur Migration (nur Systemwechsel) verändert der Relaunch alle drei Ebenen gleichzeitig.
Im deutschen Markt kostet ein Relaunch 1.500 bis 3.500 Euro für kleine Seiten, 5.000 bis 20.000 Euro für mittelständische Unternehmensseiten und 25.000 bis 80.000 Euro für große B2B-Projekte bei spezialisierten Agenturen. Bei uns beginnt ein Relaunch bei 8.000 Euro, eine typische Business-Website liegt bei 8.000 bis 15.000 Euro.
Bei uns 4 bis 8 Wochen für eine Business-Website und 6 bis 12 Wochen für einen Premium-Auftritt. Im Markt sind 3 bis 6 Monate üblich. Die Dauer hängt weniger von der Seitenzahl ab als von Entscheidungsgeschwindigkeit und davon, ob Texte und Bilder zum Start vorliegen.
Nicht, wenn die alte Seite vorher erfasst wird, jede alte URL per 301 auf die passende neue Seite weiterleitet und rankende Inhalte übernommen statt gekürzt werden. Kleine Schwankungen in den ersten 2 bis 4 Wochen sind normal. Verluste über 20 Prozent nach vier Wochen deuten auf fehlende Weiterleitungen oder entfernte Inhalte hin.
Ein Redesign ändert nur die Optik auf bestehender Struktur und Technik. Ein Relaunch baut Design, Struktur und meist auch das System neu. Faustregel: Wenn die Seite funktioniert und nur alt aussieht, reicht ein Redesign. Wenn Anfragen fehlen, die Ladezeit schlecht ist oder das Team die Seite nicht pflegen kann, braucht es einen Relaunch.
Für B2B-Websites mit Anspruch an Design und Ladezeit empfehlen wir 2026 Next.js oder Astro mit Sanity als CMS. Webflow ist eine saubere Wahl für reine Marketing-Seiten. WordPress bleibt sinnvoll, wenn das Team darin eingearbeitet ist und der Neustart ohne Page-Builder und mit schlankem Theme erfolgt.
Außerhalb der umsatzstärksten Monate und nicht direkt vor Messen oder Kampagnen. Der Go-Live selbst gehört auf einen Dienstag oder Mittwoch vormittags, damit zwei volle Arbeitstage zur Beobachtung bleiben. Freitags oder vor Feiertagen live zu gehen, ist der Klassiker unter den vermeidbaren Fehlern.
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