Webflow vs WordPress: der ehrliche Vergleich für B2B-Websites

Webflow vs WordPress, sachlich verglichen: zehn Kriterien, echte Kosten, zwei klare Entscheidungsblöcke und die dritte Option für B2B-Websites, die Inhalte als System betreiben.

Veröffentlicht: Aktualisiert: 12 Min. Lesezeit
Webflow-Wortmarke und WordPress-Logo auf geteiltem dunklem Hintergrund mit vs-Badge in der Mitte

Webflow vs WordPress entscheidet sich an einer einzigen Frage: Willst du ein System mieten, das Design, Redaktion und Hosting zusammen liefert, oder willst du ein System selbst betreiben, das du aus Theme und Erweiterungen zusammensetzt und danach pflegst? Webflow ist der gemietete Weg, WordPress der selbst betriebene. Beide funktionieren, und beide haben eine klare Obergrenze. Wir sind zertifizierter Webflow-Partner und betreuen Kunden auf Webflow. Mit WordPress arbeiten wir nicht, und wir begründen das unten sachlich. Dieser Artikel vergleicht beide Systeme in zehn Kriterien, rechnet die laufenden Kosten durch, gibt dir zwei Entscheidungsblöcke und benennt die dritte Option.

Das Wichtigste in Kürze

  • Webflow kostet 15 $/Monat pro Website ohne CMS und 25 $/Monat mit CMS, WordPress ist als Software kostenlos und kostet dich über Hosting, Lizenzen und Arbeitszeit.
  • Bis etwa 30 Seiten, eine oder zwei Sprachen und keine programmatischen Seiten geplant: Webflow reicht.
  • Webflows CMS endet bei 20.000 Items und 40 Collections im Premium-Tarif, und ein Template hängt immer an genau einer Collection.
  • Jedes WordPress-Plugin ist fremder Code, der in deiner Installation läuft, eigene Update-Zyklen hat und die Angriffsfläche vergrößert.
  • Wir bieten kein Headless WordPress an: Der Umbau kostet den vollen Relaunch-Aufwand, und die alte Installation läuft danach trotzdem weiter.
  • Die dritte Option ist Astro oder Next.js mit Sanity: nahezu keine laufenden Plattformgebühren und kein Aufpreis pro Sprache.

Die kurze Antwort

Webflow ist eine gehostete Plattform: Design, Redaktionssystem und Auslieferung kommen aus einer Hand, du zahlst eine Gebühr pro Website und Monat, und niemand muss einen Server pflegen. WordPress ist Open-Source-Software auf deinem eigenen Hosting, die du aus einem Theme (der Design-Vorlage) und Plugins (den Erweiterungen) zusammensetzt. Du bekommst mehr Funktionen, und du übernimmst die Verantwortung für Updates, Kompatibilität und Sicherheit.

Für eine B2B-Marketing-Website bis etwa 30 Seiten, mit einer oder zwei Sprachen und ohne geplante programmatische Seiten, ist Webflow der ruhigere Weg: Marketing ändert Inhalte ohne Entwickler, und es gibt keine Update-Warteschlange. WordPress zieht gleich, wenn an der Website Geschäftslogik hängt, die es fertig als Erweiterung gibt: Shop, Mitgliederbereich, Buchungsstrecke, Kursplattform.

Als zertifizierter Webflow-Partner betreuen wir Bestandskunden auf dieser Plattform. Mit WordPress arbeiten wir nicht, auch nicht headless, also in der Variante, bei der WordPress nur noch Inhalte über eine Schnittstelle liefert und ein eigenes Frontend die Darstellung übernimmt. Sobald Inhalte als System laufen sollen, mit mehreren Sprachen und Seiten aus einer Quelle, empfehlen wir Astro oder Next.js mit Sanity.

Webflow und WordPress sind zwei verschiedene Bauarten

Der Unterschied liegt nicht im Funktionsumfang, sondern in der Frage, wer das System betreibt. Bei Webflow betreibt Webflow es. Du arbeitest in einem visuellen Editor, der direkt HTML und CSS erzeugt, bekommst ein eingebautes CMS für strukturierte Inhalte und die Auslieferung über ein CDN, also ein Netz aus Servern, das deine Seiten nah am Besucher ausliefert.

Bei WordPress betreibst du es. Du wählst das Hosting, installierst die Software, entscheidest über Theme und Plugins und hältst alles aktuell. Dafür ist praktisch jede Funktion irgendwo schon gebaut. Der Preis dafür: Diese Teile kommen von unterschiedlichen Anbietern, werden unabhängig weiterentwickelt und müssen gemeinsam in einer Installation laufen.

Eine Einordnung, die den Vergleich oft verzerrt: WordPress mit einem visuellen Page-Builder wie Elementor oder Divi ist kein Gegenstück zu Webflow, sondern ein Baukasten mit den bekannten Grenzen. Du erbst Markup, das du nicht kontrollierst, und solltest vorher festlegen, wie viele Erweiterungen dauerhaft mitlaufen dürfen.

Zwei Bauarten im Vergleich: Webflow mit visueller Arbeitsflaeche, gehostet, CMS-Limits und einem Anbieter, WordPress mit Theme, Plugins, eigenem Hosting und eigener Wartung

Der Vergleich in zehn Kriterien

Die Tabelle vergleicht beide Systeme an den Punkten, die in Projekten Geld oder Zeit kosten. Preise sind Herstellerpreise vom 13.09.2026. Für WordPress nennen wir keine Hosting- oder Lizenzpreise, weil sie je nach Anbieter zu weit auseinanderliegen.

Der Vergleich in zehn Kriterien

KriteriumWebflowWordPress
GrundmodellGehostete Plattform, Gebühr pro Website und MonatOpen-Source-Software auf eigenem Hosting
Design-KontrolleVisueller Editor erzeugt HTML und CSS direktTheme gibt die Struktur vor, Page-Builder legen eine Schicht darüber
RedaktionEditor, den Marketing ohne Entwickler bedientBackend-Redaktion, Umfang hängt an Theme und Plugins
ErweiterbarkeitKleineres App-Angebot, eigener Code als EinbettungSehr großes Plugin-Angebot, fast jede Funktion existiert
WartungPlattform aktualisiert sich selbstCore, Theme und Plugins haben eigene Update-Zyklen
SicherheitAngriffsfläche liegt beim AnbieterAngriffsfläche wächst mit jeder Erweiterung
Inhaltsstruktur20.000 Items, 40 Collections im Premium-TarifInhaltstypen und Felder frei modellierbar, meist per Plugin
MehrsprachigkeitAdd-on ab 9 $ pro Sprache und MonatÜber Plugins, Aufwand je nach gewählter Lösung
Laufende KostenWebsite-Tarif plus Arbeitsplatz plus Add-onsHosting plus Lizenzen plus Arbeitszeit für Pflege
ExportHTML, CSS und JS, ohne CMS-Inhalte und ohne InteraktionenInhalte per WXR-Export oder REST-API, Design bleibt am Theme

Design-Kontrolle: gezeichnet oder geerbt

In Webflow baust du das Layout selbst, der Editor schreibt das Markup dazu, und es gibt keine Theme-Schicht dazwischen. Für B2B heißt das: Ein Designsystem aus Figma lässt sich als Komponentenbibliothek nachbauen, und Marketing setzt neue Seiten aus vorhandenen Bausteinen zusammen. Mehr dazu auf unserer Seite zur Webflow-Agentur.

In WordPress entscheidet das Theme über die Grundstruktur. Ein gut gebautes Theme mit einem Entwickler daneben liefert saubere Ergebnisse. Der übliche Weg sieht anders aus: Theme kaufen, Page-Builder dazu, Layouts in dessen Baukastenlogik zusammenklicken. Das Ergebnis ist Markup, das du nicht mehr sinnvoll umbaust, wenn das Design später nachgeschärft wird.

Bei Animationen haben beide Grenzen. Webflows Interaktionen decken Scroll-Effekte und Zustandswechsel ab, verlassen die Plattform beim Export aber nicht. Wenn Bewegung ein tragender Teil des Designs ist, bauen wir sie mit GSAP, einer JavaScript-Bibliothek für Animationen, direkt im Code.

Erweiterungen und Ökosystem: WordPress' echte Stärke

Hier ist WordPress sachlich im Vorteil, und das sollte man nicht kleinreden. Für fast jede Anforderung existiert eine fertige Erweiterung: Shop, Mitgliederbereich, Formularlogik, Übersetzungen, Schnittstellen in Buchhaltung und CRM. Wenn dein Projekt davon lebt, dass eine dieser Funktionen morgen läuft, ist das ein echtes Argument.

Der Gegenwert ist Abhängigkeit. Jedes Plugin ist Code von einem Drittanbieter, der in deiner Installation läuft, Zugriff auf deine Datenbank hat und seinen eigenen Update-Rhythmus mitbringt. Zwei Plugins, die sich stören, merkt niemand beim Einbau, sondern drei Monate später beim Update.

Webflow hat das kleinere Angebot. Fehlt eine Funktion, bindest du eigenen Code ein oder verbindest ein externes Werkzeug über eine API, also eine Schnittstelle, über die zwei Systeme Daten austauschen. Weniger bequem, aber die Zahl der beweglichen Teile bleibt klein.

Wartung, Updates und Sicherheit

Bei Webflow gibt es keine Update-Warteschlange. Die Plattform aktualisiert sich, und es gibt keinen Server, auf dem eine veraltete PHP-Version läuft. Marketing-Teams ohne eigene IT fahren deshalb gut damit: Der Wartungsaufwand beschränkt sich auf Inhalte und Design.

Bei WordPress ist Wartung eine laufende Aufgabe, die jemand übernehmen muss. Core, Theme und jedes Plugin haben eigene Zyklen. Sauberer Betrieb braucht eine Testumgebung, geprüfte Backups, ein Monitoring und jemanden, der nach jedem Update kontrolliert, ob die Formulare noch abschicken. Wer das nicht einplant, landet bei der Ausgangslage, die wir oft übernehmen: eine Website, deren Updates seit anderthalb Jahren offen sind, weil das letzte das Layout zerschossen hat.

Die Sicherheitsfrage folgt direkt daraus. Die Angriffsfläche wächst mit jeder Erweiterung, und Angriffe zielen fast nie auf den Core, sondern auf bekannte Lücken in verbreiteten Plugins. Bei Webflow liegt diese Fläche beim Anbieter, dafür entscheidest du nicht selbst, wann aktualisiert wird.

SEO und Performance

Technisch geben dir beide Systeme die Hebel, die Google und KI-Crawler lesen: eigene Title und Meta-Beschreibungen, saubere Überschriftenhierarchie, Canonical-Angaben (die Kennzeichnung, welche URL als Original gilt), Weiterleitungen, Sitemap und strukturierte Daten. Bei Webflow ist das eingebaut, bei WordPress kommt es über Erweiterungen dazu. Kein Framework rankt aus sich heraus, entscheidend ist, was du mit den Hebeln machst.

Der Unterschied zeigt sich beim Gewicht der ausgelieferten Seite. Eigene Messung vom 13.09.2026: leanwave.com, das wir statisch mit Astro bauen, lädt auf der Startseite rund 39 KB JavaScript in drei Dateien. An derselben Stelle kommt eine Webflow-Kundenseite von uns auf rund 740 KB in dreizehn Dateien. Bei WordPress hängt dieser Wert an Theme und Plugin-Auswahl, deshalb behaupten wir dazu keine Zahl. Was das für Ladezeit und Bewertung bedeutet, steht unter technisches SEO.

Für Sichtbarkeit in KI-Antworten zählt zusätzlich die maschinelle Erfassbarkeit: klare Antworten direkt unter der Überschrift, FAQ-Auszeichnung, saubere interne Verlinkung. Volle Kontrolle über Auslieferung, Zwischenspeicherung und Auszeichnung hast du erst im eigenen Frontend.

Blog und Inhaltsstruktur

Webflows CMS arbeitet mit Collections, also Inhaltstypen mit definierten Feldern. Die Grenzen stehen fest: 20.000 Items, 40 Collections im Premium-Tarif und 100 im Team-Tarif, 40 Collection-Lists pro Seite, davon 10 verschachtelt, und 100 Items pro Liste ohne Paginierung. Für Blog und Referenzliste reicht das. Die praktische Grenze ist eine andere: Ein Template hängt an genau einer Collection.

WordPress ist hier beweglicher. Eigene Inhaltstypen, Felder und Beziehungen lassen sich frei modellieren, in der Praxis über eine Feld-Erweiterung. Das braucht jemanden, der das Modell sauber aufsetzt, sonst entsteht über die Jahre ein Feldwald, den niemand mehr anfasst.

Wenn du programmatische Seiten planst, also viele Seiten aus einer Datenquelle, gilt für beide dieselbe Regel: nur mit echter Substanz pro Seite. Ohne die stuft Google sie als Doorway-Pages ein, als Seiten also, deren einziger Zweck ein Keyword ist. Das haben wir auf unserer alten Website selbst erlebt und die betroffenen Seiten zusammengelegt. Wie ein sauberes Inhaltsmodell aussieht, steht unter Headless CMS.

Was beide Systeme wirklich kosten

Bei Webflow ist die Rechnung transparent und mehrteilig. Website-Tarif: Starter kostenlos mit 50 CMS-Items, Basic 15 $/Monat ohne CMS, Premium 25 $/Monat mit 20.000 CMS-Items und 40 Collections. Dazu ein Arbeitsplatz im Workspace, Core 19 $ oder Growth 49 $. Wirst du mehrsprachig, kommt die Lokalisierung als Add-on dazu: 9 $ pro Sprache und Monat bis drei Sprachen, 29 $ pro Sprache bis zehn. Ob Webflow die Hauptsprache mitzählt, sagt die Preisseite nicht.

Bei WordPress ist die Software kostenlos, und genau das macht die Rechnung unübersichtlich. Kosten entstehen über Hosting, Theme- und Plugin-Lizenzen, meist als Jahresabos, und über Arbeitszeit für Updates, Tests und Fehlerbehebung. Konkrete Beträge nennen wir nicht, weil wir sie nicht geprüft haben. Rechne den Posten Betreuung ehrlich mit.

Die dritte Option rechnet anders. Sanity Free kostet 0 $ mit 20 Plätzen, 10.000 Dokumenten, 100 GB Assets und 100 GB Bandbreite pro Monat, Growth liegt bei 15 $ pro Platz und Monat mit 25.000 Dokumenten. Vercel Pro kostet 20 $ pro Entwickler-Platz und Monat inklusive 20 $ Nutzungsguthaben, ohne Grundgebühr pro Projekt. In Summe läuft eine Astro- oder Next.js-Website mit Sanity Free typischerweise bei 0-20 $ Hosting im Monat, also mit nahezu keinen laufenden Plattformgebühren, und keine Sprache kostet Aufpreis. Die Projektkosten stehen unter Webentwicklung-Kosten.

Warum wir nicht mit WordPress arbeiten

Das ist eine Entscheidung über unser Angebot, kein Urteil über die Software. WordPress betreibt einen großen Teil des Webs und tut das für viele Betreiber zuverlässig. Wir bauen es trotzdem nicht, weil unsere Arbeit auf Websites zielt, die über Jahre wenig Betriebsaufwand erzeugen, und eine Installation aus Core, Theme und Erweiterungen produziert das Gegenteil.

Wir bieten auch kein Headless WordPress an, und dort landen die meisten Anfragen. Der Umbau auf headless kostet den vollen Relaunch-Aufwand, weil das Frontend komplett neu entsteht. Danach steht die WordPress-Installation trotzdem noch: mit Updates, Plugin-Abhängigkeiten und Angriffsfläche. Du betreibst zwei Systeme statt einem und zahlst die Migration, ohne das Betriebsproblem loszuwerden. Details dazu stehen unter Headless WordPress.

Es gibt eine Ausnahme. Hängt an der Installation Geschäftslogik, die kurzfristig nicht ersetzbar ist, etwa WooCommerce, eine Mitgliederverwaltung oder eine ERP-Schnittstelle, dann ist headless eine Übergangslösung mit Enddatum, kein Dauerzustand. Wenn ein Unternehmen WordPress verlässt, gehen wir direkt auf Sanity mit eigenem Frontend. Den Ablauf beschreiben wir unter WordPress zu Next.js migrieren, die Auswahl der Zielsysteme unter WordPress-Alternative.

Wann Webflow, wann WordPress

Die Entscheidung hängt an drei Größen: Seitenzahl, Zahl der Sprachen und der Frage, ob an der Website Geschäftslogik hängt. Alles darunter ist Geschmack, alles darüber ist Architektur.

Wähle Webflow, wenn

Webflow passt, wenn die Website vor allem verkaufen soll und Marketing sie ohne Entwickler bewegen muss. Treffen mehrere dieser Punkte zu, ist Webflow die richtige Wahl und alles andere Überbau.

  • Deine Website hat bis etwa 30 Seiten, eine oder zwei Sprachen und keine programmatischen Seiten geplant.
  • Marketing soll Inhalte und Landingpages selbst ändern, ohne ein Ticket zu schreiben.
  • Design und Bewegung sind wichtiger als eigene Anwendungslogik.
  • Du willst keine Wartungsverantwortung für Server, Updates und Erweiterungen tragen.
  • Eine Gebühr von 25 $/Monat pro Website plus Arbeitsplatz ist für dich der einfachere Posten als interne Betreuungszeit.

Wähle WordPress, wenn

WordPress passt, wenn an der Website Funktionen hängen, die es fertig gibt, und jemand das System pflegt. Ohne die zweite Bedingung wird es teuer, nur zeitversetzt.

  • An der Website hängt Geschäftslogik, die als Erweiterung existiert: Shop, Mitgliederbereich, Buchungen, Kurse.
  • Du hast eine interne IT oder eine Betreuung, die Updates, Backups und Tests verlässlich übernimmt.
  • Redaktionsprozesse und Rechte sind komplex und bereits in WordPress abgebildet.
  • Die vorhandene Installation ist gepflegt, aktuell und verursacht keine laufenden Störungen.
  • Du brauchst viele Sprachen, willst aber keine Gebühr pro Sprache und Monat zahlen.

Die dritte Option: Astro oder Next.js mit Sanity

Findest du dich in keinem der beiden Blöcke wieder, heißt deine Anforderung meistens nicht Website, sondern Inhaltssystem: mehrere Sprachen mit übersetzten URL-Segmenten, wiederverwendbare Inhaltstypen, hunderte Seiten aus einer Quelle, Auszeichnung und Sitemap unter deiner Kontrolle. Dafür bauen wir ein eigenes Frontend auf Sanity als strukturierter Content-Datenbank.

Unser Standard dafür ist Astro, aktuell Version 7. Astro liefert für statische Inhalte standardmäßig null clientseitiges JavaScript aus und rendert Komponenten zu HTML und CSS. Interaktivität forderst du gezielt an: Client Islands laden ihr JavaScript separat über eine client-Direktive, der Rest bleibt statisches HTML, Server Islands rendern dynamische Teile mit server:defer nach, während die Hauptseite sofort ausgeliefert wird. Details: Astro-Framework. Next.js nehmen wir, sobald App-Logik, Login oder serverseitige Daten pro Anfrage nötig sind, so läuft in-sync.io selbst. Der Systemvergleich steht unter Webflow vs Next.js.

Ein Punkt, den viele Vergleiche falsch darstellen: Der Vorteil liegt nicht darin, dass nur Sanity eine KI-Anbindung hätte. Webflow, Wix, Contentful und Storyblok haben ebenfalls offizielle APIs und MCP-Server, also standardisierte Schnittstellen, über die KI-Agenten Inhalte anlegen und prüfen können. Der Unterschied liegt bei Item- und Collection-Grenzen, Template-Grenzen, API-Ratenbegrenzungen und daran, dass du im eigenen Frontend auch Rendering, Zwischenspeicherung, strukturierte Daten, Sitemap-Logik und interne Verlinkung auf Code-Ebene steuerst. Mehr zu Sanity: Sanity CMS. Ohne Entwicklerteam geht dieser Weg nicht.

Die dritte Option: zwischen Webflow und WordPress steht hervorgehoben Astro mit Sanity, wenn beide Kandidaten am Bedarf vorbeigehen

Unser Urteil aus der Praxis

Drei Projekte zeigen, wo die Grenzen in echten Zahlen verlaufen. Yarowa, ein internationaler B2B-Kunde, war ursprünglich in Webflow gebaut: fünf Sprachen, 21 Seiten-Templates, 163 Sections. Wir haben den Webflow-Export 1:1 nach Astro portiert und auf Vercel gehostet, das Design blieb unverändert. LeanWave läuft statisch mit Astro, Sanity, Tailwind und Vercel: zweisprachig mit übersetzten URL-Segmenten, hreflang wechselseitig inklusive x-default (die Auszeichnung, die Google sagt, welche Sprachversion für welches Publikum gilt), 64 Dokumente, 86 Bild-Assets, Rebuild per Webhook bei jeder Änderung.

Unsere eigene Website ist das dritte Beispiel. in-sync.io lief bis 2026 auf Wix und ist auf Next.js, Sanity und Vercel umgezogen: 49 Wissen-Artikel, 10 Service-Seiten, 17 Stadtseiten, alle aus einer Sanity-Datenbank, zweisprachig mit hreflang, Server-Rendering, llms.txt, IndexNow und FAQPage-Auszeichnung. Die Wix-Version war in der Suche praktisch unsichtbar, die neue ist seit Juni 2026 live und arbeitet sich hoch.

So läuft ein Wechsel bei uns ab, ob die Ausgangslage WordPress oder Webflow heißt:

1

Bestandsaufnahme

Vorher-Crawl mit Screaming Frog oder Ahrefs und ein Ranking-Snapshot als Vergleichsbasis nach dem Launch.

2

Inhalte holen

Aus WordPress per WXR-Export oder REST-API beziehungsweise WPGraphQL, aus Webflow als CSV pro Collection oder über die Webflow-API, dann transformieren und als NDJSON nach Sanity importieren, also als Datei mit einem Datensatz pro Zeile.

3

Weiterleitungen

Redirect-Map 1:1 für jede alte URL, permanent mit 301 oder 308, serverseitig statt per JavaScript, Ketten auflösen und direkt auf das Endziel zeigen. Details: 301-Weiterleitung.

4

Launch und Kontrolle

Launch-Checkliste, Einreichung in Search Console und Bing, IndexNow, danach zwei Wochen Monitoring mit 404-Report und Ranking-Abgleich.

Eine Migration mit 10-30 Seiten liegt typischerweise bei 3-6 Wochen bis Go-Live, das Monitoring kommt dazu. Abgerechnet wird sie als Relaunch-Projekt, unsere Relaunch-Pakete starten bei 8.000 € netto. Wie wir Rankings dabei halten, steht unter Website-Relaunch ohne SEO-Verlust, das Vorgehen auf unserer Seite zur Website-Relaunch-Agentur. Für ein eigenes Frontend siehe Webentwicklung.

Häufige Fragen

Für eine Marketing-Website bis etwa 30 Seiten mit einer oder zwei Sprachen ist Webflow die ruhigere Wahl, weil Wartung und Hosting beim Anbieter liegen. WordPress lohnt sich, wenn Geschäftslogik als fertige Erweiterung an der Website hängt und jemand die Updates verlässlich übernimmt. Bei mehreren Sprachen und Inhalten aus einer Quelle passt keines von beiden.

Nur auf dem Papier. Die Software kostet nichts, die laufenden Kosten entstehen über Hosting, Theme- und Plugin-Lizenzen sowie Arbeitszeit für Updates und Fehlerbehebung. Webflow kostet 25 $/Monat pro Website im Premium-Tarif plus Arbeitsplatz, dafür entfällt die Wartung. Rechne bei WordPress die Betreuungszeit mit, sonst vergleichst du zwei ungleiche Posten.

Nein. Der Umbau auf headless kostet den vollen Relaunch-Aufwand, und danach läuft die WordPress-Installation mit Updates, Plugin-Abhängigkeiten und Angriffsfläche weiter. Du betreibst zwei Systeme statt einem. Einzige Ausnahme: Es hängt Geschäftslogik daran, die kurzfristig nicht ersetzbar ist. Headless ist dann ein befristeter Zwischenschritt mit klarem Enddatum.

Ja, in beiden Fällen. Aus WordPress kommen die Inhalte per WXR-Export oder über REST-API beziehungsweise WPGraphQL, aus Webflow als CSV pro Collection oder über die Webflow-API. Danach werden sie transformiert und als NDJSON nach Sanity importiert. Der Webflow-Export liefert HTML, CSS und JS, aber keine CMS-Inhalte und keine Interaktionen.

Die Lokalisierung ist ein Add-on: Essential deckt bis zu drei Sprachen für 9 $ pro Sprache und Monat ab, Advanced bis zu zehn für 29 $ pro Sprache. Ob die Hauptsprache mitzählt, steht nicht auf der Preisseite. Ab etwa drei Sprachen wird ein eigenes Frontend mit Sanity die ruhigere Rechnung, dort kostet keine Sprache extra.

Wir rechnen einen Wechsel als Relaunch-Projekt ab, unsere Relaunch-Pakete starten bei 8.000 € netto. Eine Marketing-Website mit 10-30 Seiten liegt typischerweise bei 3-6 Wochen bis Go-Live, danach kommen zwei Wochen Monitoring mit 404-Report und Ranking-Abgleich. Die laufenden Plattformkosten danach liegen meist bei 0-20 $ im Monat.

Nächster Schritt

Schick uns die URL deiner heutigen Website und wir sagen dir, ob Webflow reicht oder ob ein eigenes Frontend die günstigere Rechnung ist.

20-Minuten Gespräch, ohne Verkaufsdruck. Ihr beschreibt, was ihr vorhabt und wir sagen, ob und wie wir helfen können.

Max Herzer

Max Herzer

Consultant & Business Development