Beste Agentur für Kanzlei-Websites: 7 Kriterien und ein fairer Überblick 2026
Welche Agentur baut Websites für Kanzleien? Sieben prüfbare Kriterien vom Berufsrecht über die vertrauliche Mandatsanbahnung bis Local SEO, dazu ein neutraler Anbieter-Überblick 2026.

Eine Agentur für Kanzlei-Websites muss zwei Dinge gleichzeitig können: gestalten und Berufsrecht lesen. Genau daran scheitern die meisten Website-Projekte in Kanzleien. Das Design ist modern, das Kontaktformular hübsch, und dann fehlt im Impressum die Rechtsanwaltskammer, das Formular schickt Mandantendaten über einen US-Dienst, und auf der Startseite steht ein Satz, der als Erfolgsversprechen gelesen werden kann.
Wir bauen Websites für Kanzleien und wissen, wie eng dieser Korridor ist. Dieser Artikel ist deshalb keine Rangliste, sondern eine Kriterienliste: sieben Punkte, die du an jeder Agentur von außen prüfen kannst, bevor du das erste Gespräch führst. Dazu ein Überblick über Anbieter, die sich in Deutschland tatsächlich auf Kanzleien spezialisiert haben, mit ihrem jeweiligen Zuschnitt. INSYNC steht selbst in dieser Liste, alphabetisch einsortiert und mit einer klaren Grenze: Wir machen Web-Design, Web-Entwicklung, SEO und GEO. Kein Performance-Marketing, kein Social Media, keinen Print.
Das Wichtigste in Kürze
- Die eine beste Agentur für Kanzlei-Websites gibt es nicht. Es gibt die passende, und die hängt an Kanzleigröße, Rechtsgebiet und daran, ob du Mandanten oder Mitarbeiter gewinnen willst.
- Das erste Prüfkriterium ist nicht Design, sondern Berufsrecht: § 43b BRAO erlaubt Werbung nur, soweit sie sachlich über die berufliche Tätigkeit unterrichtet und nicht auf ein Mandat im Einzelfall gerichtet ist.
- Das Kontaktformular ist der kritischste Baustein. Mandantendaten unterliegen der Verschwiegenheitspflicht, deshalb gehören Verschlüsselung, EU-Hosting und Auftragsverarbeitungsverträge in das Angebot und nicht in die Nacharbeit.
- Eine eigene Seite pro Rechtsgebiet schlägt eine Sammelseite. Mandanten suchen nach „Fachanwalt Arbeitsrecht" plus Stadt, nicht nach „Rechtsgebiete".
- Preisrahmen: Kanzlei-Websites reichen vom Vorlagen-Paket im dreistelligen Bereich bis zur individuell gebauten Seite. Bei INSYNC startet eine Kanzlei-Website bei 8.000 Euro.
Gibt es überhaupt die eine beste Agentur für Kanzlei-Websites?
Nein, die eine beste Agentur für Kanzlei-Websites gibt es nicht. Es gibt die passende, und welche das ist, entscheidet sich an drei Fragen: Wie groß ist die Kanzlei, welche Rechtsgebiete sollen sichtbar werden, und willst du in erster Linie Mandate oder Personal gewinnen. Eine Einzelkanzlei im Verkehrsrecht braucht etwas völlig anderes als eine Wirtschaftskanzlei mit vier Standorten und einem Recruiting-Problem.
Der Markt für Kanzlei-Websites ist dabei ungewöhnlich klar sortiert. Es gibt Anbieter mit Vorlagen-Modell, bei denen du ein Layout auswählst und in wenigen Tagen online bist. Es gibt Kanzleimarketing-Agenturen, die Website, Google Ads, Newsletter und Content in einem Paket verkaufen. Es gibt Website-Spezialisten, die individuell gestalten und entwickeln. Und es gibt große Generalisten, für die Kanzleien eine Branche unter zwanzig sind. Alle vier Modelle haben ihre Berechtigung, sie beantworten nur unterschiedliche Fragen.
Was dagegen nicht verhandelbar ist: Wer für Anwälte baut, muss das anwaltliche Berufsrecht kennen. Eine gestalterisch starke Seite, die berufsrechtlich angreifbar ist, ist für eine Kanzlei kein Gewinn, sondern ein Risiko. Die inhaltlichen Anforderungen an eine solche Seite haben wir ausführlich unter Website für Anwälte beschrieben, dieser Artikel schaut auf die Agentur dahinter.
Woran erkennst du eine starke Agentur für Kanzlei-Websites?
Sieben Kriterien lassen sich prüfen, bevor du ein Angebot einholst. Fünf davon betreffen das, was eine Kanzlei-Website von jeder anderen Unternehmensseite unterscheidet: Berufsrecht, Vertraulichkeit, Rechtsgebiete, lokale Sichtbarkeit und Barrierefreiheit. Zwei betreffen die Zusammenarbeit. Zusammen kosten sie dich eine gute Stunde Recherche und sortieren zuverlässiger als jede Rangliste.
1. Das Berufsrecht sitzt im Konzept, nicht im Nachtrag
Die Agentur muss vor dem ersten Entwurf wissen, was auf einer Anwaltsseite stehen darf. § 43b der Bundesrechtsanwaltsordnung sagt es in einem Satz: Werbung ist dem Rechtsanwalt nur erlaubt, soweit sie über die berufliche Tätigkeit in Form und Inhalt sachlich unterrichtet und nicht auf die Erteilung eines Auftrags im Einzelfall gerichtet ist. Praktisch heißt das: Erfolgsquoten, Superlative und Vergleiche mit anderen Kanzleien gehören nicht auf die Seite. „Wir setzen Ihre Ansprüche durch" ist ein Erfolgsversprechen. „Schwerpunkt Kündigungsschutz seit 2011" ist eine sachliche Information.
Dazu kommen die Pflichtangaben. § 5 Absatz 1 Nummer 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes verlangt für kammergebundene Berufe drei Angaben im Impressum: die Kammer, der die Kanzlei angehört, die gesetzliche Berufsbezeichnung samt Staat, in dem sie verliehen wurde, und die Bezeichnung der berufsrechtlichen Regelungen mit dem Hinweis, wie sie zugänglich sind. In der Praxis heißt das ein Link auf BRAO, BORA, RVG und die Berufsregeln der Rechtsanwälte der Europäischen Union. Dazu die Angaben zur Berufshaftpflichtversicherung.
Die Prüffrage im Erstgespräch ist simpel: Zeig mir eine Kanzlei-Referenz und erklär mir das Impressum. Wer daraufhin nach dem Justiziar der Kanzlei fragt, hat das Thema nie selbst bearbeitet. Wer Kammer, Berufsbezeichnung und die Verlinkung der Berufsregeln aus dem Kopf aufzählt, hat es schon zwanzigmal gemacht. Es bleibt trotzdem dabei: Die berufsrechtliche Freigabe der Texte liegt bei der Kanzlei, nicht bei der Agentur. Eine gute Agentur liefert eine Fassung, die dieser Prüfung standhält.
2. Mandatsanbahnung: das Kontaktformular ist kein Standard-Plugin
Auf einer Kanzlei-Website ist das Kontaktformular der sensibelste Baustein der ganzen Seite. Was ein Mandant dort hineinschreibt, ist im Zweifel der Sachverhalt: die Kündigung, der Unfall, der Vorwurf. Diese Daten fallen unter die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht, und sie fallen zusätzlich unter die DSGVO. Ein Formular-Plugin, das die Eingaben in einer Cloud außerhalb der EU zwischenspeichert, ist für eine Kanzlei nicht diskutabel.
Eine Agentur, die Kanzleien kennt, bringt das Thema von selbst auf den Tisch und beantwortet vier Fragen ohne Rückfrage: Wo liegen die Formulardaten und wie lange, ist die Übertragung verschlüsselt, gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Hoster und mit jedem eingebundenen Dienst, und welche Drittanbieter laden überhaupt mit. Der letzte Punkt wird oft unterschätzt. Eine eingebettete Karte, ein Schriftarten-Aufruf von einem externen Server, ein Chat-Widget und ein Termintool sind vier Datenabflüsse auf einer einzigen Kontaktseite.
Zur Mandatsanbahnung gehört außerdem eine Erwartungsklärung im Formular selbst. Ein Hinweis, dass mit dem Absenden noch kein Mandat zustande kommt und dass keine Fristen gewahrt werden, gehört an die Stelle, an der der Mandant klickt. Das schützt die Kanzlei und ist für den Mandanten fair. Wer schon einmal eine Anfrage bekommen hat, in der zwei Tage vor Ablauf der Frist für die Kündigungsschutzklage stand „melden Sie sich, wenn Sie Zeit haben", weiß, warum dieser Satz dort steht.
3. Eine eigene Seite pro Rechtsgebiet statt einer Sammelseite
Mandanten suchen nicht nach „Rechtsanwaltskanzlei", sie suchen nach ihrem Problem: Kündigung, Scheidung, Bußgeldbescheid, Pflichtteil. Eine Website, die alle Rechtsgebiete auf einer einzigen Seite auflistet, kann für keinen dieser Suchbegriffe eine gute Antwort sein, weil sie zu jedem Thema drei Sätze hat. Eine eigene Seite pro Rechtsgebiet, die den Ablauf, die typischen Fristen, die Kostenfrage und den nächsten Schritt erklärt, kann es.
Das ist zugleich der Punkt, an dem sich Agenturen unterscheiden. Die schwächere Variante liefert acht Unterseiten, die sich nur im Titel unterscheiden und darunter denselben Fülltext tragen. Die stärkere Variante besteht darauf, dass jede Rechtsgebiets-Seite echten Inhalt aus der Kanzlei bekommt, und plant den Aufwand dafür ins Projekt ein: Wer schreibt, wer prüft, wie viele Seiten zum Start und welche später. Für eine Kanzlei mit drei Schwerpunkten sind drei gute Seiten mehr wert als zwölf leere.
Dazu die Darstellung der Personen. Fachanwaltsbezeichnungen darf nur führen, wem sie von der Kammer verliehen wurden, und die Bezeichnung muss zu dem Rechtsgebiet passen, für das sie verliehen wurde. Tätigkeits- und Interessenschwerpunkte sind etwas anderes und müssen sprachlich davon getrennt bleiben. Eine Agentur, die diese Unterscheidung nicht kennt, produziert eine Teamseite, die im schlechtesten Fall eine Abmahnung auslöst.
4. Local SEO für „Anwalt plus Stadt"
Die meisten Mandate entstehen regional, und der entscheidende Teil der Sichtbarkeit passiert nicht auf der Website, sondern im Kartenbereich von Google darüber. Wer bei „Anwalt Arbeitsrecht Regensburg" in den lokalen Ergebnissen nicht auftaucht, ist für einen großen Teil der Suchenden nicht vorhanden, egal wie gut die Seite gestaltet ist.
Eine Agentur, die Kanzleien versteht, behandelt deshalb das Google-Unternehmensprofil, die einheitlichen Kontaktdaten über alle Verzeichnisse hinweg und die Standortseiten als Teil des Projekts und nicht als Zusatzleistung. Bei mehreren Standorten braucht jeder Standort eine eigene Seite mit eigener Adresse, eigenen Öffnungszeiten und den dort tätigen Anwältinnen und Anwälten. Was dazugehört und in welcher Reihenfolge, steht in unserem Artikel zu Local SEO.
Ein Wort zu Bewertungen, weil hier oft zu forsch beraten wird: Mandantenbewertungen sind für Kanzleien möglich, aber heikel. Schon die Bestätigung, dass jemand Mandant war, kann die Verschwiegenheitspflicht berühren, deshalb braucht es eine Einwilligung, und Anreize für Bewertungen verbieten sich. Eine Agentur, die dir eine automatisierte Bewertungs-Kampagne nach jedem abgeschlossenen Mandat verkaufen will, hat die Branche nicht verstanden.
5. Barrierefreiheit nach BFSG und ehrliche Performance
Barrierefreiheit ist für viele Kanzleien seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz kein Kür-Thema mehr, und die Agentur sollte dir sagen können, ob dein Fall darunter fällt. Das Gesetz gilt für bestimmte Dienstleistungen im Verbraucherverkehr, es gibt eine Ausnahme für Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz, und sobald die Seite Buchungs- oder Vertragsfunktionen enthält, wird die Prüfung ernster. Wer dir pauschal sagt, das betreffe Kanzleien nie oder immer, hat sich nicht damit befasst. Was hinter dem Gesetz steckt und wie du deinen Fall einordnest, steht in unserem Artikel zur barrierefreien Website nach BFSG.
Unabhängig von der Rechtsfrage ist Barrierefreiheit für Kanzleien praktisch relevant. Ein großer Teil der Mandanten im Erbrecht, Sozialrecht oder Betreuungsrecht ist älter, liest kleine Schrift schlecht und bedient die Seite auf dem Handy. Ausreichende Kontraste, skalierbare Schrift, Tastaturbedienbarkeit und beschriftete Formularfelder sind hier keine Compliance-Übung, sondern der Unterschied zwischen einer Anfrage und einem Abbruch.
Dazu die Ladezeit. Kanzlei-Websites sind selten technisch anspruchsvoll, trotzdem sind viele langsam, weil ein Seitenbaukasten, drei Schriftfamilien, eine Karten-Einbettung und ein Cookie-Banner gleichzeitig laden. Lass dir zwei Referenzen der Agentur nennen und prüfe sie in den PageSpeed Insights von Google auf dem Handy. Wenn die Vorzeigeprojekte dort schwach sind, wird deine Seite es auch.
6. Transparente Preise und ein klarer Umfang
Preistransparenz ist kein Marketing-Feature, sondern ein Filter. Bei Kanzlei-Websites ist die Spanne besonders groß, weil vier verschiedene Modelle nebeneinander existieren. Vorlagen-Anbieter starten im niedrigen dreistelligen Bereich plus monatlicher Gebühr. Spezialisierte Kanzlei-Agenturen arbeiten häufig mit Festhonorar-Paketen im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich. Individuell gestaltete und entwickelte Seiten liegen darüber. Bei INSYNC startet eine Kanzlei-Website bei 8.000 Euro, alle Stufen stehen offen auf der Seite Preise, die Einordnung des Marktes findest du unter Webdesign-Kosten.
Wichtiger als die Zahl ist, was drin steht. Klärt schriftlich: Wie viele Rechtsgebiets-Seiten sind enthalten, wer schreibt die Texte und wer prüft sie berufsrechtlich, wer besorgt die Fotos, wie viele Korrekturrunden gibt es, wem gehören Dateien, Domain und Zugänge nach dem Launch, und was kostet die Pflege danach. Der letzte Punkt ist bei Vorlagen-Modellen entscheidend: Eine Seite für 499 Euro plus 39 Euro Hosting im Monat kostet über fünf Jahre mehr, als die Anfangszahl vermuten lässt, und die Frage, was du beim Wechsel mitnehmen kannst, sollte vor der Unterschrift beantwortet sein.
Genauso wichtig ist der Umgang mit dem laufenden Betrieb. Eine Kanzlei-Website ist selten nach dem Launch fertig: Neue Anwältinnen kommen dazu, ein Schwerpunkt verschiebt sich, ein Urteil ist einen Beitrag wert. Frag, ob du das selbst pflegen kannst und wie lange eine kleine Änderung dauert, wenn du sie abgibst.
7. Spezialist statt Full-Service
Eine Agentur mit zwei Disziplinen liefert in diesen zwei Disziplinen tiefer als eine, die zusätzlich Ads, Social Media, Print und Messebau anbietet. Das ist keine Wertung, sondern eine Frage der Übung. Wer jede Woche Websites gestaltet und baut, hat mehr Fälle gesehen, mehr Fehler gemacht und mehr Muster im Kopf als ein Team, das dieselbe Aufgabe alle zwei Monate zwischen zwei Kampagnen erledigt.
Bei INSYNC sind es genau zwei Lanes: Web-Design und Web-Entwicklung auf der einen Seite, SEO und GEO auf der anderen. Die beiden hängen ohnehin zusammen, weil Struktur und Sichtbarkeit dieselbe Entscheidung sind. Alles andere machen wir nicht, und das ist eine bewusste Grenze.
Die ehrliche Gegenseite gehört dazu, und im Kanzleimarkt ist sie besonders relevant. Wenn du parallel Google Ads auf „Anwalt Arbeitsrecht" schalten, einen Mandanten-Newsletter fahren und Social-Media-Beiträge in Serie produzieren willst, dann ist eine Kanzleimarketing-Agentur mit Full-Service der bequemere Weg: ein Ansprechpartner, ein Budget, ein Kalender. Viele Kanzleien fahren gut mit einer Kombination aus beidem, die Kampagne bei der einen, die Website und die Sichtbarkeit bei der anderen. Wichtig ist nur, dass jemand die Verantwortung für die Seite selbst trägt und sie nicht als Nebenprodukt einer Kampagne entsteht. Für Steuerkanzleien und Beratungen gelten teils andere Kriterien, die wir in beste Agentur für Steuerberater-Websites getrennt aufgeschrieben haben.
So findest du die richtige Agentur für deine Kanzlei
Aus den sieben Kriterien wird eine Entscheidung, wenn du sie an deinem Fall spiegelst. Drei Filter reichen: dein Ziel, dein Budget und die Größe deiner Kanzlei.
Nach Ziel: Mandanten oder Mitarbeiter
Willst du vor allem Mandate gewinnen, zählen Rechtsgebiets-Seiten, lokale Sichtbarkeit und ein Kontaktweg, der zum Rechtsgebiet passt. Im Strafrecht und Verkehrsrecht ist das eine gut sichtbare Telefonnummer, im Erbrecht eher ein Formular mit Rückrufwunsch, im Wirtschaftsrecht ein Terminlink.
Geht es um Personal, ist die Website ein anderes Produkt. Dann brauchst du einen Karrierebereich, der zeigt, wie in der Kanzlei gearbeitet wird, wie das Team aussieht, wie die Einarbeitung läuft und was an Digitalisierung wirklich vorhanden ist. Referendare und Fachangestellte prüfen genau das, und sie prüfen es auf dem Handy. Eine Agentur, die nur über Mandantengewinnung spricht, obwohl dein eigentlicher Engpass die Besetzung von zwei Stellen ist, löst nicht dein Problem.
Nach Budget
Unter etwa 3.000 Euro ist eine individuell konzipierte Kanzlei-Website nicht seriös darstellbar. In diesem Bereich sind ein Vorlagen-Anbieter mit Kanzlei-Fokus oder ein erfahrener Freelancer die ehrlichere Lösung, und das ist völlig in Ordnung, wenn die Seite vor allem informieren und erreichbar machen soll. Zwischen 3.000 und 8.000 Euro liegt der Bereich der spezialisierten Kanzlei-Pakete mit Rechtsgebiets-Seiten und lokaler Optimierung. Darüber beginnen individuelles Design und individuelle Entwicklung.
Rechne die laufenden Kosten mit. Hosting, Wartung, Content-Pflege und gegebenenfalls eine SEO-Betreuung sind der Teil, der über Jahre läuft. Eine laufende Betreuung lohnt sich für eine Kanzlei dann, wenn mehrere Rechtsgebiete und ein umkämpfter Standort zusammenkommen, nicht als Reflex nach dem Launch.
Nach Kanzleigröße
Für eine Einzelkanzlei oder eine Sozietät mit zwei bis drei Berufsträgern ist ein spezialisierter Anbieter mit Paketpreis meist der pragmatische Weg. Der Abstimmungsaufwand ist gering, die berufsrechtlichen Standardfälle sind abgedeckt, und die Seite ist in Wochen statt Monaten online.
Ab etwa zehn Berufsträgern, mehreren Standorten oder einem Recruiting-Ziel ändert sich die Aufgabe. Dann geht es um Informationsarchitektur, ein Redaktionssystem, das mehrere Leute bedienen können, mehrsprachige Inhalte im Wirtschaftsrecht und eine Struktur, die neue Rechtsgebiete und neue Standorte verträgt, ohne dass alles umgebaut wird. Das ist der Punkt, an dem individuelle Entwicklung günstiger wird als ein Paket, das jedes Jahr erweitert werden muss. Wie wir das für Kanzleien aufsetzen, steht auf der Seite Webdesign für Anwälte.
Anbieter-Überblick: Agenturen für Kanzlei-Websites 2026
Dieser Überblick ist keine Rangliste. Es sind vier Anbieter mit sehr unterschiedlichem Zuschnitt, damit du siehst, welche Modelle es überhaupt gibt und wo du anfängst zu vergleichen. Wir haben jede der genannten Websites am 9. September 2026 selbst aufgerufen und nennen nur, was dort steht: Standort, Fokus, Technik und, wo der Anbieter sie selbst veröffentlicht, seine Preise. Die Reihenfolge ist alphabetisch.
Zur Fairness: INSYNC steht selbst in dieser Liste und nicht auf Platz eins. Wir werten niemanden ab. Miss alle vier an den sieben Kriterien oben, dann siehst du schnell, welches Modell zu deiner Kanzlei passt.
Anwalt Advertising Agentur
Die Anwalt Advertising Agentur wird laut Impressum von Raphael Schäfer in Viechtach in Niederbayern betrieben und beschreibt sich als Agentur für digitales Kanzleimarketing, die sich auf Webauftritte für Rechtsanwälte und Anwaltskanzleien spezialisiert hat. Im Leistungsverzeichnis stehen neben Webdesign, Relaunch und Landingpages auch Suchmaschinenoptimierung, Google Ads, Content-Marketing mit Ratgeber- und Blogaufbau sowie E-Mail-Marketing und Kanzlei-Newsletter. Im eigenen Magazin behandelt die Agentur berufsrechtliche Fragen, etwa wie Anwälte werben dürfen.
Das ist ein Full-Service-Profil für Kanzleien, die Website und laufendes Marketing aus einer Hand vergeben wollen. Wer nur eine Website braucht und Ads und Newsletter nicht plant, kauft hier möglicherweise mehr Bandbreite, als er nutzt.
INSYNC
Das sind wir. INSYNC gestaltet und entwickelt Kanzlei-Websites individuell, mit Next.js oder Astro und Sanity als Redaktionssystem, Webflow als Option. Die zweite Lane ist SEO und GEO, also Sichtbarkeit in Google und in KI-Antworten. Für Kanzleien heißt das konkret: eigene Seiten pro Rechtsgebiet, ein Kontaktweg, der zur Verschwiegenheitspflicht passt, Hosting in der EU, Barrierefreiheit im Konzept statt im Nachtrag und eine Struktur, die weitere Standorte und Rechtsgebiete verträgt. Eine Kanzlei-Website startet bei 8.000 Euro, alle Stufen stehen offen auf der Seite Preise. Der Standort ist die Oberpfalz, das Team arbeitet international, ein Standort in Regensburg ist geplant.
Wofür wir nicht die richtige Wahl sind, sagen wir genauso deutlich: Wir machen kein Performance-Marketing, kein Social-Media-Management, keinen Print und keinen Messebau. Und für eine Einzelkanzlei, die eine solide Seite für unter 3.000 Euro sucht, sind wir zu teuer. Das sagen wir lieber im ersten Gespräch als im dritten. Was wir für Kanzleien liefern, steht auf der Seite Webdesign für Anwälte.
Kanzlei-Webdesign.de
Kanzlei-Webdesign.de wird laut Impressum von der XMouse GmbH in Varel in Niedersachsen betrieben und beschreibt sich als vom Gründer, einem Assessor der Rechtswissenschaft, geführte Digitalagentur, die auf Websites für Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer spezialisiert ist. Das Modell ist ein Vorlagen-Modell: Die Kanzlei wählt aus fertig gestalteten Designs, die Seite entsteht laut Anbieter innerhalb einer Woche und lässt sich danach über einen Drag-and-drop-Editor selbst pflegen. Gehostet wird nach eigener Angabe auf Servern in Deutschland. Die Preise stehen öffentlich auf der Seite, unter anderem eine Layout-Variante für 499 Euro und Hosting für 39 Euro im Monat, dazu Modelle mit mehrjähriger Laufzeit.
Das ist ein passendes Profil für Einzelkanzleien und kleine Sozietäten, die schnell und kalkulierbar online sein wollen. Wer ein eigenständiges Erscheinungsbild oder individuelle Funktionen braucht, ist mit einem Vorlagen-Modell an der falschen Stelle.
NEUZEITWERBER
NEUZEITWERBER ist laut Impressum in Waiblingen bei Stuttgart ansässig und betreibt neben der allgemeinen Webdesign- und SEO-Arbeit eine eigene Seite für Kanzlei-Webdesign. Dort beschreibt die Agentur ihren Ansatz mit Rechtsgebiete-Landingpages, Anwaltsprofilen mit Vita, einer verschlüsselten Online-Mandatsanfrage und Legal SEO für Suchbegriffe wie „Anwalt plus Stadt". Berufsrechtliche Themen wie BRAO, BORA, die Darstellung von Fachanwaltstiteln und das Mandantengeheimnis sind auf der Seite ausdrücklich benannt. Gebaut wird laut eigener Darstellung auf WordPress. Die Honorare stehen öffentlich in drei Paketen, beginnend bei 2.900 Euro für Einzelanwälte.
Das Profil passt zu Kanzleien, die eine spezialisierte, kalkulierbare Lösung mit lokalem SEO-Anteil wollen. Neben Kanzleien bedient die Agentur laut eigener Website zahlreiche weitere Branchen sowie Google Ads und KI-Automatisierung, also ein breiteres Leistungsspektrum als ein reiner Website-Spezialist.
Agenturen für Kanzlei-Websites im Überblick (Angaben laut eigener Website, Stand 09.09.2026)
| Anbieter | Modell | Weitere Leistungen | Standort | Preisangabe auf der eigenen Seite |
|---|---|---|---|---|
| Anwalt Advertising Agentur | Individuelles Kanzleimarketing | SEO, Google Ads, Content, E-Mail-Marketing | Viechtach | keine, Angebot nach Beratung |
| INSYNC | Individuelles Design und Entwicklung | SEO und GEO, sonst nichts | Oberpfalz | ab 8.000 Euro |
| Kanzlei-Webdesign.de | Vorlagen-Modell mit Selbstpflege | Hosting, Kanzlei-Marketing, Erweiterungen | Varel | Layout ab 499 Euro plus 39 Euro Hosting pro Monat |
| NEUZEITWERBER | Festhonorar-Pakete auf WordPress | SEO, Google Ads, weitere Branchen | Waiblingen | ab 2.900 Euro |
Ziel und Engpass festlegen
Mandate oder Personal, welche Rechtsgebiete, welcher Einzugsbereich. Ohne diese drei Antworten vergleichst du Angebote, die verschiedene Probleme lösen.
Drei Referenzen prüfen, nicht drei Startseiten
Öffne bei jeder Agentur eine Kanzlei-Referenz, lies das Impressum, sieh dir eine Rechtsgebiets-Seite an und teste die Seite auf dem Handy.
Die vier Vertraulichkeitsfragen stellen
Wo liegen die Formulardaten, wie lange, welche Drittdienste laden mit, und gibt es Auftragsverarbeitungsverträge. Die Antworten gehören ins Angebot.
Umfang schriftlich festhalten
Seitenanzahl, Texterstellung, Fotos, Korrekturrunden, Eigentum an Dateien und Zugängen, Pflege nach dem Launch und Kosten pro Änderung.
Berufsrechtliche Freigabe einplanen
Vor dem Livegang liest ein Berufsträger die Texte gegen § 43b BRAO und die BORA. Das dauert zwei Tage und erspart die unangenehme Variante.
Häufige Fragen
Websites für Kanzleien bauen vier Arten von Anbietern: spezialisierte Kanzlei-Agenturen wie NEUZEITWERBER oder die Anwalt Advertising Agentur, Vorlagen-Anbieter wie Kanzlei-Webdesign.de, Website-Spezialisten wie INSYNC, die individuell gestalten und entwickeln, sowie allgemeine Webagenturen. Welcher Typ passt, hängt an Kanzleigröße, Budget und daran, ob du zusätzlich laufendes Marketing brauchst.
Eine Kanzlei-Website kostet je nach Modell zwischen wenigen hundert Euro und einem mittleren fünfstelligen Betrag. Vorlagen-Anbieter starten im dreistelligen Bereich plus monatlicher Gebühr, spezialisierte Kanzlei-Pakete liegen häufig zwischen 2.900 und 7.500 Euro, individuell gestaltete und entwickelte Seiten beginnen bei INSYNC bei 8.000 Euro. Entscheidend ist der Umfang: Anzahl der Rechtsgebiets-Seiten, Texterstellung und Pflege nach dem Launch.
§ 43b BRAO erlaubt Werbung nur, soweit sie über die berufliche Tätigkeit in Form und Inhalt sachlich unterrichtet und nicht auf die Erteilung eines Auftrags im Einzelfall gerichtet ist. Sachliche Angaben zu Schwerpunkten, Erfahrung, Ablauf und Kosten sind zulässig. Erfolgsversprechen, Superlative und Vergleiche mit anderen Kanzleien sind es nicht. Fachanwaltsbezeichnungen darf nur führen, wem die Kammer sie verliehen hat.
Neben Name, Anschrift, Kontaktdaten und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer verlangt § 5 Absatz 1 Nummer 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes für kammergebundene Berufe drei zusätzliche Angaben: die zuständige Rechtsanwaltskammer, die gesetzliche Berufsbezeichnung samt Staat der Verleihung und die Bezeichnung der berufsrechtlichen Regelungen mit dem Hinweis, wie sie zugänglich sind. Dazu kommen die Angaben zur Berufshaftpflichtversicherung.
Ein Kontaktformular lohnt sich, wenn es zum Rechtsgebiet passt und vertraulich gebaut ist. Verschlüsselte Übertragung, Speicherung in der EU, Auftragsverarbeitungsverträge mit allen beteiligten Diensten und ein Hinweis, dass mit dem Absenden noch kein Mandat zustande kommt und keine Fristen gewahrt werden, sind Pflicht. Im Strafrecht und Verkehrsrecht ist eine sichtbare Telefonnummer oft wichtiger als jedes Formular.
Das hängt vom Einzelfall ab. Das BFSG erfasst bestimmte Dienstleistungen im Verbraucherverkehr und kennt eine Ausnahme für Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz. Enthält die Seite Buchungs- oder Vertragsfunktionen für Verbraucher, wird die Prüfung ernster. Unabhängig davon ist Barrierefreiheit praktisch relevant, weil viele Mandanten älter sind und mobil lesen.
Ja, sofern jede Seite echten Inhalt bekommt. Mandanten suchen nach ihrem Problem und nach dem Ort, also nach „Fachanwalt Arbeitsrecht" plus Stadt. Eine Seite, die Ablauf, Fristen, Kosten und den nächsten Schritt für genau dieses Rechtsgebiet erklärt, beantwortet diese Suche. Acht Unterseiten mit identischem Fülltext bringen dagegen nichts und verwässern die Struktur.
Eine spezialisierte Kanzlei-Agentur bringt die berufsrechtlichen Standardfälle mit und arbeitet schneller, weil sie das Muster kennt. Eine allgemeine Agentur mit starkem Design- und Entwicklungsprofil ist die bessere Wahl, wenn du ein eigenständiges Erscheinungsbild, mehrere Standorte oder besondere Funktionen brauchst. In dem Fall solltest du die berufsrechtlichen Anforderungen früh selbst in den Prozess geben.
Webdesign für Anwälte
Kanzlei-Websites ab 8.000 Euro: Rechtsgebiets-Seiten, vertrauliche Mandatsanbahnung, Local SEO, Barrierefreiheit.
Website für Anwälte
Was inhaltlich auf eine Kanzlei-Website gehört, von der Rechtsgebiets-Struktur bis zu den Pflichtangaben.
Local SEO
Wie Kanzleien für „Anwalt plus Stadt" sichtbar werden: Unternehmensprofil, Standortseiten, einheitliche Daten.







