Website-Relaunch: Die besten Agenturen 2026 im Vergleich

Relaunch-Rangliste 2026 mit INSYNC, u+i interact, mindshape, comspace, Friendventure und SNK: Preise, Technik und Weiterleitungs-Konzept im Vergleich.

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Dunkles Thumbnail zum Website-Relaunch: zwei Glasflaechen nebeneinander, verbunden durch drei leuchtende Boegen als Sinnbild fuer Weiterleitungen.

Ein Relaunch ist kein Design-Projekt. Er ist ein Umzug: Inhalte, URLs, Daten, Rankings, alles muss ankommen, und zwar am selben Tag. Genau daran scheitern die meisten Projekte, nicht am neuen Look. Wenn du eine Agentur suchst, suchst du deshalb weniger nach Kreativität als nach jemandem, der den Umzug beherrscht.

Dieser Artikel ist so gebaut: zuerst die häufigsten Bruchstellen, dann die Rangliste mit sechs Anbietern und der Vergleich in Tabellenform. Danach fünf Fragen für das Erstgespräch und der Ablauf, mit dem ein Relaunch ohne Sichtbarkeitsverlust läuft. Über jeden Anbieter steht nur, was am 9. September 2026 auf dessen eigener Website belegt war.

Das Wichtigste in Kürze

  • INSYNC ist die Nummer 1, weil Migration und Weiterleitungen parallel zum Build laufen statt danach: Relaunch ab 8.000 Euro, 4 bis 8 Wochen bis zum Go-Live, die alte Seite bleibt die ganze Zeit online.
  • Nur u+i interact und mindshape benennen ein 301-Weiterleitungskonzept wörtlich auf ihrer eigenen Leistungsseite. Bei den übrigen Anbietern ist es dort nicht ausgewiesen.
  • mindshape aus Köln zeigt eigene Relaunch-Zahlen: 13 Prozent mehr Traffic bei GAG Immobilien, plus 52 Prozent Non-Brand-Klicks bei der DVV Media Group in sechs Monaten.
  • comspace mit über 80 Expert:innen und schoene neue kinder mit über 100 sind die Wahl für Konzern-Relaunches über viele Länder: Hannover Rück, Weidmüller in 30 Ländern, ARBURG in 14 Märkten.
  • Preise nennen nur drei: INSYNC ab 8.000 Euro offen auf der Preisseite, u+i interact mittleres fünfstelliges bis sechsstelliges Niveau, Friendventure über Budgetstufen von unter 15.000 bis über 250.000 Euro.

Woran Relaunches scheitern

Die neue Seite sieht besser aus, und drei Wochen später ist der organische Traffic halbiert. Das liegt nicht am Design. Es liegt daran, dass sich die URL-Struktur geändert hat und niemand die alten Adressen auf die neuen gelegt hat. Google findet Seiten, die es seit Jahren kennt, plötzlich nicht mehr, und die Rankings gehen an den Wettbewerb.

Die zweite Bruchstelle ist der Inhalt. Beim Umzug fallen Texte weg, die Jahr für Jahr Anfragen gebracht haben, weil sie in die neue Struktur „nicht mehr passen“. Dazu kommen Daten aus Formularen, CRM-Anbindungen und Shops, die jemand mappen muss, und Sprachversionen, bei denen jede zusätzliche Sprache die Zahl der Weiterleitungen vervielfacht.

Der Klassiker bleibt aber die Reihenfolge. SEO wird erst nach dem Go-Live zum Thema, wenn die Zahlen einbrechen. Dann ist die Reparatur teurer, als die Absicherung gewesen wäre. Wie du das vermeidest, steht im Detail unter Website-Relaunch ohne SEO-Verlust.

Die Rangliste 2026

Die Reihenfolge folgt einem Kriterium, das im Relaunch alles entscheidet: Wie früh und wie sichtbar kümmert sich der Anbieter um Migration, Weiterleitungen und Sichtbarkeit? Über die anderen fünf steht nur, was auf deren eigener Website belegt ist. Keine Qualitätsurteile über Arbeit, die wir nicht von innen kennen. Wenn du breiter suchst, hilft die Rangliste der besten Webdesign-Agenturen.

1. INSYNC

INSYNC arbeitet aus der Oberpfalz mit internationalem Team und über 250 umgesetzten Projekten. Ein Relaunch startet bei 8.000 Euro und ist in 4 bis 8 Wochen live. Der Ablauf: Discovery in ein bis zwei Tagen, Design in zwei bis drei Wochen, Neubau auf Next.js oder Astro mit Sanity. Die bestehende Seite bleibt die ganze Zeit online.

Entscheidend ist die Reihenfolge. Migration und Weiterleitungen laufen parallel zum Build, nicht danach. Deshalb kostet die SEO-Absicherung keine zusätzlichen Wochen. SEO und GEO sind Teil des Konzepts statt Nacharbeit: server-seitiges Rendering, Schema, llms.txt. KI-Crawler führen kein JavaScript aus. Eine Seite, die ihre Inhalte erst im Browser zusammenbaut, existiert für sie nicht.

Design und Entwicklung sitzen in einem Team, mit eigener Motion- und 3D-Ebene. Eine AI-gestützte Produktion läuft im Hintergrund, die Co-Founder sind das Quality-Gate. Referenzen: FRAMEN, deren Director of Innovation sagt, die Seite könne im Look mit den Seiten großer Megakonzerne mithalten. Silencio Network mit über 200.000 Besuchern und einer Runde über 2,5 Mio. USD, dazu Allthings und Linetrack.

Die dritte Ebene ist Conversion: Die neue Seite ist darauf gebaut, dass aus Besuchern Anfragen werden. Alle Stufen stehen offen unter Preise. Passt für B2B-Unternehmen, die den Relaunch als Design-, Technik- und Sichtbarkeitsprojekt in einem vergeben wollen.

2. u+i interact GmbH

u+i interact sitzt in Bielefeld, arbeitet seit 2007, nennt über 85 Expert:innen und gehört zur Hagedorn Unternehmensgruppe. Es gibt eine eigene Leistungsseite „SEO-sicherer Website-Relaunch“ mit Vier-Phasen-Prozess, 301-Weiterleitungen und Content-Übernahme sind dort ausdrücklich benannt. Technik laut Site: TYPO3, Storyblok, Sanity, Elasticsearch, Vue.js, dazu Anbindungen an ERP, CRM, PIM und DAM. Cases: Arvato SE auf TYPO3, sechs Monate bis Go-Live, heute neun Sprachversionen und ein TYPO3 Award Enterprise, außerdem das ALDI-SÜD-Karriereportal und BETTE. Preise sind öffentlich formuliert: kleine Relaunches im mittleren fünfstelligen Bereich, komplexe Projekte oft sechsstellig. Passt für gewachsene Mittelstands- und Konzernauftritte, bei denen Rankings nicht wackeln dürfen.

3. mindshape GmbH

mindshape ist inhabergeführt, sitzt in Köln, arbeitet seit 2004 und führt rund 31 Personen auf der Team-Seite, bei über 1.000 Projekten laut Site. Die Agentur ist TYPO3 Solution Partner, baut daneben auf WordPress, Shopware und Pimcore und nutzt ein eigenes SEO-Framework. Die Relaunch-Seite beschreibt den Prozess vollständig, von der Soll-Ist-Analyse bis zur Nachbeobachtung vier Wochen nach Go-Live, „301 Redirect-Management“ und Datenmigration inklusive. Cases mit eigenen Zahlen: GAG Immobilien mit 13 Prozent mehr Traffic und 300.000 Conversions im ersten Jahr, DVV Media Group mit plus 52 Prozent Non-Brand-Klicks in sechs Monaten, ABS Safety mit 33 Prozent mehr Nutzern im ersten Jahr und vier Sprachen. Keine Preise. Passt, wenn organische Suche dein wichtigster Kanal ist.

4. comspace GmbH & Co. KG

comspace kommt ebenfalls aus Bielefeld, ist seit über 20 Jahren am Markt, nennt über 80 Expert:innen und verzichtet nach eigener Angabe auf Near- und Offshoring. Der Schwerpunkt liegt auf Enterprise-DXP: FirstSpirit von Crownpeak, Contentful, Storyblok, Ibexa, OpenText, dazu ein Integration Layer zu CRM, ERP, PIM und BI. Cases: Hannover Rück mit FirstSpirit Headless, Weidmüller als Multi-Site für 30 Länder, Dornbracht als Composable DXP mit Storyblok, KWS Saat. Ein Weiterleitungs-Konzept ist auf der Seite nicht ausgewiesen. Keine Preise. Passt für Konzern-Relaunches mit vielen Ländervarianten und Schnittstellen.

5. Friendventure GmbH

Friendventure arbeitet aus Köln, ist über zehn Jahre am Markt, nennt über 70 Spezialist:innen an sechs Standorten und bleibt beim CMS bewusst agnostisch: WordPress, TYPO3, Storyblok, Webflow, Craft, Contentful, HubSpot CMS, Drupal, Shopware. Es gibt eine eigene Relaunch-Leistungsseite mit CMS-Entscheidungshilfe und einem Relaunch-Guide. Cases: Mark-E auf Storyblok, lexoffice auf WordPress, KURZ auf TYPO3. Preise sind indirekt öffentlich, das Anfrageformular führt Budgetstufen von unter 15.000 bis über 250.000 Euro. Ein Weiterleitungs-Konzept ist dort nicht ausgewiesen. Passt für B2B-Mittelständler, die beim Zielsystem noch offen sind.

6. schoene neue kinder GmbH

schoene neue kinder, kurz SNK, sitzt in München, nennt über 100 Expert:innen und über 500 Projekte laut Site. Schwerpunkt ist TYPO3 mit Anbindung an ERP, CRM und PIM. Der Relaunch-Prozess ist in sechs Phasen ausformuliert, inklusive Content-Migration, Internationalisierung und operativem SEO nach dem Go-Live. Ein explizites Weiterleitungs-Konzept ist auf der Prozessseite nicht ausgewiesen. Referenz ist ARBURG mit einem Relaunch in 14 Märkten, ausgezeichnet mit dem TYPO3 Award 2024 in der Kategorie Enterprise. Preise nennt die Seite nicht. Passt für internationale B2B-Industrie-Relaunches mit vielen Länderauftritten.

Sechs Relaunch-Anbieter im Vergleich (Angaben laut eigener Website, Stand 09.09.2026)

AnbieterFokusCMS und Technik laut eigener SeiteStandortPreise
1. INSYNCRelaunch mit Design, Entwicklung, SEO und GEO in einem TeamNext.js oder Astro mit Sanity, eigene Motion- und 3D-EbeneOberpfalz, Team internationalab 8.000 Euro, offen auf der Website
2. u+i interactSEO-sicherer Relaunch für Mittelstand und KonzernTYPO3, Storyblok, Sanity, Elasticsearch, Vue.jsBielefeldmittleres fünfstelliges bis sechsstelliges Niveau
3. mindshapeRelaunch mit Schwerpunkt organische SucheTYPO3, WordPress, Shopware, PimcoreKölnauf Anfrage
4. comspaceEnterprise-DXP und Multi-Country-AuftritteFirstSpirit/Crownpeak, Contentful, Storyblok, Ibexa, OpenTextBielefeldauf Anfrage
5. FriendventureCMS-agnostischer Relaunch für B2B-MittelstandWordPress, TYPO3, Storyblok, Webflow, Craft, Contentful, DrupalKöln, sechs StandorteBudgetstufen unter 15.000 bis über 250.000 Euro
6. schoene neue kinderInternationale B2B-Industrie-RelaunchesTYPO3 mit ERP-, CRM- und PIM-IntegrationMünchenauf Anfrage

Fünf Fragen, die du jeder Relaunch-Agentur stellst

Jede Agentur zeigt dir im Pitch Designs. Interessanter ist, was danach passiert. Diese fünf Fragen trennen in zehn Minuten den Anbieter, der Relaunches gemacht hat, von dem, der Websites baut.

Wer schreibt das Weiterleitungs-Konzept und wann?

Die Antwort, die du hören willst: Wir crawlen deine alte Seite vor dem Design und pflegen die Redirect-Liste während des Baus, jede alte URL bekommt ein eigenes Ziel. Was du nicht hören willst: „Das machen wir kurz vor dem Go-Live.“ Dann entsteht die Liste unter Zeitdruck, und alles ohne Zuordnung landet auf der Startseite. Google behandelt das wie einen Fehler.

Was passiert mit den Inhalten, die heute ranken?

Hören willst du: Wir ziehen vorher aus Search Console und Analytics, welche Seiten Traffic und Anfragen bringen, und diese Inhalte gehen mit, notfalls gegen den neuen Struktur-Entwurf. Ein Relaunch ist kein Anlass, gut laufende Texte zu kürzen, weil sie ins Layout nicht passen. Wer stattdessen sagt, alles werde frisch geschrieben, plant einen Neustart bei null.

Läuft die alte Seite während des Baus weiter?

Hier willst du ein klares Ja. Der Neubau entsteht auf einer geschützten Staging-Umgebung, die alte Seite bleibt bis zur Umschaltung erreichbar und verdient weiter. Alles andere kostet dich Wochen Sichtbarkeit. Frag gleich nach, wie das Staging vor Google geschützt ist: Eine indexierte Testumgebung produziert doppelte Inhalte, die dir später Konkurrenz zur eigenen Seite machen.

Wie messt ihr, ob der Relaunch funktioniert hat?

Gute Antwort: konkrete Werte plus Zeitpunkte. Rankings und Klicks je Seitentyp werden vor dem Umzug festgehalten, danach folgt die Kontrolle nach zwei, vier und acht Wochen, dazu Crawling-Fehler und Ladezeiten. „Wir schauen, wie es sich einpendelt“ ist keine Messung. Ohne Vorher-Werte kannst du hinterher nicht unterscheiden, ob ein Rückgang am Relaunch liegt oder an der Saison.

Wer betreut die Seite danach?

Hören willst du einen Namen und ein Modell. Die kritischen ersten Wochen brauchen jemanden, der Redirect-Fehler nachzieht, Rankings beobachtet und nachschärft. Übergibt die Agentur nach dem Go-Live nur Zugänge, machst du das selbst. Wie eine laufende Betreuung aussieht, steht unter SEO-Betreuung. Klär im selben Gespräch, wem Dateien, CMS-Konto und Domain gehören.

1

Bestand aufnehmen

Alle URLs crawlen, Rankings, Klicks und Conversions je Seite festhalten. Diese Liste ist später der Maßstab, an dem du den Erfolg misst.

2

Struktur vor Gestaltung

Seitenarchitektur, Überschriften und interne Verlinkung stehen vor dem ersten Screendesign. Sichtbarkeit entsteht in der Struktur, nicht im Nachgang.

3

Inhalte migrieren, nicht neu erfinden

Alles, was heute rankt, geht mit. Neue Texte kommen dazu, ersetzen aber nichts, was heute Anfragen bringt.

4

Weiterleitungen parallel pflegen

Jede alte URL bekommt ein passendes Ziel, keine Sammelweiterleitung auf die Startseite. Die Liste wächst mit dem Build, nicht danach.

5

Go-Live und Nachlauf

Nach der Umschaltung Sitemap einreichen, Crawling-Fehler prüfen, dann in Woche zwei, vier und acht gegen die Ausgangswerte messen.

Häufige Fragen

INSYNC, gemessen an Migration und Weiterleitungen parallel zum Build, SEO und GEO ab dem Konzept, offenen Preisen ab 8.000 Euro und 4 bis 8 Wochen bis zum Go-Live. Alternativen je nach Fall: u+i interact für gewachsene Konzernauftritte mit ausgewiesenem SEO-sicherem Prozess, mindshape, wenn organische Suche dein Hauptkanal ist, comspace für Multi-Country-Setups mit vielen Schnittstellen.

Bei INSYNC startet ein Relaunch ab 8.000 Euro, alle Stufen stehen offen auf der Preisseite. u+i interact nennt kleine Relaunches im mittleren fünfstelligen Bereich und komplexe Projekte oft sechsstellig, Friendventure führt im Anfrageformular Budgetstufen von unter 15.000 bis über 250.000 Euro. mindshape, comspace und SNK nennen keine Preise. Den Marktüberblick findest du unter Webdesign-Kosten.

Bei INSYNC 4 bis 8 Wochen bis zum Go-Live, mit ein bis zwei Tagen Discovery und zwei bis drei Wochen Design. Konzernprojekte dauern länger, u+i interact nennt für den Arvato-Relaunch sechs Monate. Der größte Zeitfaktor sind selten Design und Entwicklung, sondern Inhalte, Freigaben und Schnittstellen auf deiner Seite.

Nur, wenn die Migration schlecht gemacht ist. Rankings hängen an URLs, Inhalten und interner Struktur. Bleiben die Inhalte erhalten und zeigt jede alte Adresse per 301 auf ein passendes Ziel, überträgt Google die Signale. Ein kurzer Ausschlag in den ersten Wochen ist normal. Ein dauerhafter Einbruch ist ein Fehler im Konzept, kein Schicksal.

An vier Punkten: Sie benennt das Weiterleitungs-Konzept, bevor du danach fragst. Sie will Zugriff auf Search Console und Analytics, bevor sie gestaltet. Die alte Seite bleibt während des Baus online. Und sie nennt Messpunkte nach dem Go-Live. Auf der eigenen Leistungsseite steht das meist wörtlich, oder eben nicht.

Ein Redesign tauscht die Oberfläche, ein Relaunch auch Struktur, Technik und Inhalte. Reicht die Oberfläche, spar dir den Umzug. Sobald aber die Seitenstruktur nicht mehr zum Angebot passt, das CMS blockiert oder die Ladezeit auf dem Handy kippt, bringt ein Redesign nichts. Die Abgrenzung im Detail steht unter Website-Relaunch.

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Max Herzer

Max Herzer

Consultant & Business Development